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Kritikenrundschau: Kooperativ ins All – Die Crew

„Die Crew reist gemeinsam zum 9. Planeten“ ist das fünfte Spiel von Autor Thomas Sing. Nach „Tackle“, „Miss Lupun… und das Geheimnis der Zahlen“,  „Kribbeln“ und dem Einspielspieler-Titel „Prof. Marbles“ geht es in „Die Crew“ hinaus in unser Sonnensystem. „Die Crew“ ist im September bei Kosmos erschienen, die Illustrationen sind von Marco Armbruster.

Seit seinem Erscheinen hat das kooperative Stichspiel viele Rezensionen und Besprechungen in unterschiedlichsten Medien bekommen – darunter selbstverständlich auch von unseren Jurymitgliedern, welche die „Die Crew“ (fast) durchweg positiv besprechen.

Von Udo Bartsch auf „Rezensionen für Millionen“ erhält das Spiel mit 6 Sternen die Wertung „außerordentlich“, „in der passenden Runde ist es eine Granate“, schreibt Bartsch. Tim Koch wertet auf seinem Blog „Spielfreu(n)de“ „Die Crew“ mit „grün“, also „sehr gut“, sein Fazit: „,Die Crew‘ gehört für mich schon jetzt zu ersten kleinen Highlights des Jahrganges.“ Julia Zerlik meint in ihrer Videorezension für „Spiel doch mal…!“: „Richtig, richtig gutes Kartenspiel, sehr gelungen.“ Für Karsten Grosser in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ ist „Die Crew“ „eine der ganz großen Entdeckungen des aktuellen Spielejahrgangs“. Harald Schrapers sagt in seinem Podcast auf „brett-spiel.de“: „Ich finde auch dieses Spiel grandios“, in seiner Rezension für die „Spielbox“ gibt er dem Spiel 9 von 10 Punkten, „Die Crew“, schreibt er dort, sei „unbedingt“ empfehlenswert: „Ich bin kein Skatspieler und ich mag auch keine Stichspiele per se. Ich mag gute Spiele. Und ,Die Crew‘ ist ein gutes Spiel.“ Manuel Fritsch findet bei „Insert Moin“: „,Die Crew‘ ist ein Ausnahmespiel und mein erstes Highlight des Jahrgangs.“ Bernhard Löhlein stellt „Die Crew“ als „Spiel der Woche“ bei „Radio IN“ vor: „ein grandioses Kartenspiel“, so das Urteil.

Die Crew

Eine kleine Ausnahme in den Lobliedern ist der Podcast der Brettagogen, in dem sich nicht alle Rezensenten ganz einig sind. In der Runde wird der Karten-Glücksfaktor bei der Aufgabenstellung der Missionen ein Kritikpunkt – manche der Missionen seien schlicht nicht zu schaffen. In der Runde mit Christian Graeff, Stephan Kessler und Nico Wagner fasst Graeff zusammen:  „Ich bin mir nicht sicher, ob dieser steigende Schwierigkeitsgrad wirklich immer besseres Spiel von uns verlangt oder ob dieser steigende Schwierigkeitsgrad einfach nur heißt: Ihr werdet einfach mehr Versuche brauchen, weil es einfach zu viele Situationen gibt, in denen die Aufgabe nicht zu bewältigen ist“, sagt aber auch: „Auf jeden Fall finde ich die Idee cool und auch das Konzept ansprechend.“

Alle Rezensionen heben dabei die ungewöhnliche Kombination von Stichspiel und kooperativem Spiel hervor: „Es fühlt sich nicht an wie ein Stichspiel“, sagt Schrapers, aber auch: „Wer sich mit Stichspielen auskennt, der fühlt sich in ,Die Crew‘ sicherlich wohler.“ Auch Zerlik meint: „Leuten, die selten oder gar nicht Stichspiele spielen fällt es erst einmal sehr schwer.“ Gelobt wird allerdings auch die progressive Steigerung der Missionsschwierigkeit, die es, laut Schrapers, erlaube „sich nach und nach zu erarbeiten, wie die Herausforderungen zu lösen sind“, es sei damit nicht im eigentlichen Sinn ein „Kennerspiel“, das allerdings, vor allem in späteren Missionen, Kenner dennoch nicht unterfordere. Bartsch schreibt: „,Die Crew‘ erfordert aufmerksames Spiel und Gehirnarbeit. Deshalb halte ich es nicht in jeder Runde für optimal.“

Es sei aber auch gerade diese langsame Zunahme der Schwierigkeit, so sowohl Koch als auch Grosser, die dem Spiel einen „Sog“ verleihe. „Stets will man noch eine Aufgabe mehr schaffen, will wissen wie es weitergeht“, schreibt Koch.

Alle Rezensenten und Rezensentinnen bemerken, dass die Schwierigkeit des Spiels sich mit zunehmender Spieleranzahl steigere: „Zu dritt sind die Missionen am leichtesten, anfangs sogar trivial, zu fünft sind sie am schwersten“, schreibt Bartsch, „einige Missionen sind in Vollbesetzung fast unmöglich“, schreibt Koch. Zerlik lobt die gelungene Spielvariante für zwei Spieler die noch einmal ein völlig neues Spielgefühl mit sich brächte, meint aber auch: „Optimale Spieleranzahl ist drei oder vier.“

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