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Das perfekte Spieledate: Die 10 schönsten Spiele zu zweit

Der Valentinstag steht mit Blumen vor der Tür – und eigentlich ist das perfekte Date doch immer ein verspieltes, oder? Spielen ist die optimale Antwort auf alle schwierigen Fragen der Zweisamkeit, sei sie ganz frisch oder Teil einer längeren Beziehung: Wer sich näher kommen will, auf ungewöhnliche Art miteinander kommunizieren oder einfach nur einen gemütlichen Abend zu zweit verbringen, sollte zu Spielen greifen, keine Frage. Aber welche? Wir haben (natürlich zu zweit) für euch unsere Listen nach den allerschönsten Zweierspiele durchsucht. Ob einträchtig, kompliziert, rangelnd oder einfach nur wunderschön: Spiele sind manchmal wie eine Beziehung. Dem perfekten Spieledate steht hiermit also nichts mehr im Weg.

Feuerwerk der Liebe: Hanabi

Gemeinsam ein wunderschönes Feuerwerk erleben: Ist das nicht die Definition von Liebe? Aber einfach ist es, wie in der Liebe, auch nicht: „Hanabi“ von Antoine Bauza, das Spiel des Jahres 2013, erfordert kluge Kommunikations- und Kombinationsfähigkeiten, denn die Karten werden ungewohnt andersherum gehalten, man sieht immer nur die Karten der anderen. Nur wer perfekt zusammenarbeitet, kann das schönste Feuerwerk von allen legen. Genau: Wie in der Liebe. Perfekt übrigens auch für Doppeldates: „Hanabi“ kann zu zweit, aber auch mit bis zu fünf Personen gespielt werden.

Ik hou van dei: Arler Erde

Wovon träumt der hektische Städter in seiner lauten Stadt? Selbstverständlich von einem ruhigen Leben auf dem Land. Dass das alles andere als ruhig ist, zeigt „Arler Erde“. Zu zweit kann man sich in dem Spiel von der Empfehlungsliste 2015 an der Stadtflucht versuchen. In dem kleinen, ostfriesischen Örtchen Arle müssen Felder bestellt, Moore entwässert, Torf gestochen, Deiche und Karren gebaut und Rinder und Schafe gezüchtet werden. So wird in dem stark autobiographischen Bauspiels des Autors Uwe Rosenberg der romantisch-ruhige Nestbau auf dem Land schnell zur Lebensaufgabe. Natürlich ist das nichts, was so ein eingespieltes Paar nicht hinbekommen würde.

99 Probleme, aber die Kommunikation ist keins: The Game

Zugegeben: Die Schachtel sieht eher nach Splattermovie als nach Romantik aus (obwohl sich das ja auch nicht ausschließen muss). „The Game“  von Steffen Benndorf steckt aber voller Überraschungen. Gerade mit zwei Personen ist das Spiel von der Nominierungsliste für das „Spiel des Jahres“ 2015 eine besondere kommunikative Herausforderung. Zwar müssen hier nur gemeinschaftlich Zahlen in der richtigen Reihenfolge aufeinander gelegt werden – allerdings darf nur sehr eingeschränkt darüber kommuniziert werden, welche Zahlen die Spieler auf der Hand haben. „The Game“ ist ein Spiel für alle, die ihrem Schatz wirklich alles von den Augen ablesen können – oder das zumindest trainieren möchten.

Altägyptisches Power Couple: Imhotep – Das Duell

Wer liebt, kann ja durchaus in Konkurrenz treten – dabei darf es auch mal ein wenig Größenwahn sein. Denn welches Paar fühlt sich nicht manchmal wie die ganz großen Liebenden? Romeo und Julia, John und Yoko, Han und Leia, Ernie und Bert… oder eben Echnaton und Nofretete als ein echtes altägyptisches Power Couple. In „Imhotep – Das Duell“ von der Empfehlungsliste „Spiel des Jahres“ 2019 sichern sich zwei Spieler Baustoffe für Monumente – Tempel, Obelisken, Grabkammern, Pyramiden. Schließlich will die Unsterblichkeit gut vorbereitet sein. Dabei treten beide in direkte Konkurrenz und müssen sich clever postieren, um an die passenden Materialien zu kommen. Das Spiel von Phil Walker-Harding ist ein schönes Taktikspiel für Paare, die auch gerne mal ein wenig gemein zueinander sind.

Zwei unter einer Decke: Patchwork

Klar, Handarbeit liegt nicht unbedingt jedem – aber zum Glück muss in Uwe Rosenbergs „Patchwork“ auch nicht wirklich ein Flickenteppich zusammengenäht werden. Vielmehr werden in dem Taktikspiel von der Empfehlungsliste 2015 bunte Stoffplättchen aneinander gelegt, um damit eine vorgegebene Fläche zu füllen. Die Wahl des Flickens beinflusst dabei die Zugfolge und die Flickenauswahl des Konkurrenten. Noch dazu kosten die Stoffreste Knöpfe, vernähte Stoffreste generieren diese wiederum als Einkommen. Ein gemütlicher Nähwettstreit für zwei, die unter einer Decke stecken – auch für Paare, die ingesamt über vier linke Handarbeits-Hände verfügen.

Wie Gott in Griechenland: Santorini

Santorini gilt nicht nur als romantischste der griechischen Kykladeninseln – man munkelt auch, die Vulkaninsel hätte die Geschichte vom Untergang des sagenhaften Atlantis inspiriert. Das mag stimmen oder auch nicht, fest steht, dass „Santorini“ von Gordon Hamilton ein Spiel ist, das sich ein wenig nach Griechenland-Ferien anfühlt. Zwei Spieler bauen in dem Spiel von unserer Empfehlungsliste 2018 die von den Urlaubsbildern bekannten weißen Häuser mit den blauen Dächern – es geht darum, taktisch klug mit seinen Figuren auf die zweiten Etagen der Gebäude zu kommen. Und natürlich mischen auch launische antike Götter in Form von Karten mit. Auch optisch ein dreidimensionaler Genuss!

Gedankenverschmelzung: The Mind

Es gibt sie, diese Pärchen, bei denen es scheint, als teilten sich zwei Menschen ein Gehirn. Mit „The Mind“ von der Nominierungsliste 2019 könnt ihr auch eines davon werden! Zwar eignet sich das Spiel von Wolfgang Warsch für bis zu vier Personen, aber schon bei zwei Menschen stellen sich in dem Spiel, in dem Handkarten wortlos rein nach Zeitgefühl ausgespielt werden müssen, eigenartige Gedankenverschmelzungen ein. Ein wenig gruselig vielleicht – aber so sind Pärchen, die wortlos kommunizieren können eben manchmal. Die tragen auch die gleichen Jack-Wolfskin-Jacken.

Abstraktion als Multitasking: Tzaar

Schach und Dame sind die großen Klassiker der abstrakten Spielekonzepte: Keine Geschichte, einfache Regeln und pure Taktik, die komplexe Spielzüge erlaubt. „Tzaar“ von Kris Burm schlägt in dieselbe Kerbe. In dem Spiel von der Empfehlungsliste 2008 gibt es sechzig Spielsteine in drei verschiedenen Sorten, die vom Gegner geschlagen werden oder zu schützenden Türmen gestapelt werden können. Auf dem Spielfeld passiert viel, an allen Ecken und Enden brennt es – aber nur ein Zug ist jeweils erlaubt. Ziel des Spiels ist es, alle Steine einer Sorte des Gegners zu schlagen oder ihn in einen Zug zu zu zwingen, in dem er nicht mehr schlagen kann. Das perfekte Spiel für einen abstrakten Abend mit einem gemütlichen Glas Wein und viel Kopfzerbrechen.

Finte um Finte: Kamisado

Kamisado“ von Peter Burley ist noch so ein Spiel, bei dem es eher abstrakt zugeht – perfekt also für alle, die sich gerne in langen Taktiküberlegungen verlieren. Schwarze und weiße Spielsteine gibt es, das Ziel ist, einen dieser Spielsteine auf die Grundlinie des Gegners zu ziehen. Der Clou bei dem Spiel von der Empfehlungsliste 2010: Auf den Spielsteinen sind chinesische Schriftzeichen abgebildet, die Feldern des Spielbrettes entsprechen. Der Spieler muss einen der Spielsteine wählen, die dem Schriftzeichen auf dem Feld entsprechen, auf dem der Zug des Gegners endete. „Kamisado“ ist schnell gelernt – erlaubt aber verwirrende und bisweilen gemeine Aktionen. Das perfekte Spieledate für alle, die nicht nachtragend sind.

„Innigst geliebte Majestät…“: Love Letter

Eine dritte Person in eine Zweierbeziehung zu holen ist, nun ja, im besten Fall eher heikel. Aber was soll man schon machen, wenn beide in die Prinzessin verliebt sind? In „Love Letter“ von Seiji Kanai ist die Antwort einfach: Der Angebeteten Liebesbriefe zukommen lassen. Mit Handkarten können dabei bestimmte Personen am Hof bestimmte Aktionen ausführen, der Priester beispielsweise erlaubt den Blick in die Karten des Mitspielers, der Baron fordert zum Duell heraus. Zwar ist das Spiel von der Empfehlungsliste 2014 für bis zu vier Spieler geeignet, aber auch für zwei Spieler, die um die schöne Prinzessin konkurrieren ist „Love Letter“ ein spannendes und fast schon literarisches Intrigenspiel bei Hofe.

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