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Wie ging das nochmal? Häufige Spielirrtümer – Teil zwei

Eine schöne Weihnachtstradition ist es, dass spätestens am zweiten Weihnachtstag auch mal wieder das Brettspielregal ausgeräumt wird: Endlich mal Zeit und genügend Mitspieler und Mitspielerinnen für die ganzen alten Klassiker. Aber mal ehrlich: Es hat doch kaum jemand noch im Kopf, wie genau „Monopoly“ gespielt wird, vor allem, weil sich im Laufe der Jahre gerade dort einige Hausregeln eingeschlichen haben. Und wer hat schon jemals die Spielanleitung von „Uno“ gelesen? Aber keine Sorge: Die Spiel-des-Jahres-Nothilfe klärt auf: Wir haben in alten Regelwerken geblättert und die häufigsten Spielirrtümer gefunden. Wobei ja Hausregeln auch eine Menge Spaß machen können …

Monopoly

Ein echter Klassiker – aber auch ein Klassiker der im Familienkreis mündlich weitergegeben Regeln, die eigentlich in keinem Regelwerk stehen. Oder wann habt ihr das letzte mal in die „Monopoly“-Anleitung geschaut? Auch wenn uns auf Anhieb ziemlich viele Spiele einfallen, die deutlich besser sind, helfen wir:

  • „Frei Parken“: Wer auf dieses Feld kommt, bekommt nicht, wie es häufig gespielt wird, das Geld, das aus Ereignissen und Steuern in der Spielplanmitte zwischengelagert wird. Dieses Geld geht tatsächlich wieder zurück in die Bank. Frei parken heißt nur: Frei parken. Geld gibt es keines obendrauf.
  • Es gibt kein doppeltes Einkommen, wenn man direkt auf „Los“ landet.
  • Kredite sind nicht erlaubt.
  • Straßen müssen gleichmäßig bebaut werden – auf jeder Straße der gleichen Farbe muss ein Haus stehen, bevor ein zweites gebaut werden kann.
  • Man kann eine Straße kaufen, wenn man nicht darauf steht. Der Ablauf ist: Steht ein Spieler auf einer herrenlosen Straße und will sie nicht kaufen, wird diese unter allen Mitspielern und Mitspielerinnen versteigert.

Cluedo

  • Man fragt nach einem Verdächtigen, einer Waffe und dem Raum, in dem man gerade steht. Der Mitspieler oder die Mitspielerin links antwortet wahrheitsgemäß und zeigt, wenn er oder sie eine der Karten hat, diese HEIMLICH dem oder der Fragenden. Wenn nicht, wandert die Frage nach links weiter – bis der oder die Fragende eine Karte gesehen hat (oder eben nicht). Die Karte wird auf jeden Fall nicht allen gezeigt.
  • Für die Anklage muss man in den Raum in der Mitte ziehen – weder an den Tatort noch irgendwo anders hin.

Heimlich & Co.

Heimlich & Co.In dem 1986 als Spiel des Jahres ausgezeichneten Wolfgang-Kramer-Klassiker „Heimlich & Co.“ musste der Tresor ursprünglich in ein leeres Gebäude gestellt werden. In der ab 2001 bei Amigo erschienenen Neuauflage wurde diese Regel geändert: Seitdem darf der Tresor auch in einem Gebäude platziert werden, in dem ein oder mehrere Agenten stehen. Dies löst allerdings keine Wertung aus.

Mensch ärgere dich nicht

Früher oder später wird immer „Mensch ärgere dich nicht“ aus der Spielesammlung geholt – und sei es mit Oma und Enkeln. Unser Tipp: Auch hier gibt es mittlerweile deutlich bessere Spiele. Und auch hier gilt, wie bei „Monopoly“, dass es eine schier unendliche Anzahl unterschiedlicher Hausregeln gibt.

  • Wenn noch Figuren im Haus sind, MÜSSEN diese herausgezogen werden. Einzige Ausnahme: Wenn bereits eine Figur auf dem Startfeld steht. In diesem Fall muss diese sechs Felder vorgesetzt werden.
  • Figuren im Zielhaus dürfen übersprungen werden – oder eben nicht übersprungen werden. Beides ist erlaubt. Allerdings gibt es in den Spielregeln auch die Variante, dass die Figuren der Reihe nach ins Zielhaus gezogen werden müssen.

Uno

Unsere Theorie: Niemand hat die Spielregeln von „Uno“ jemals tatsächlich gelesen, sie wurden immer nur mündlich weitergegeben, weil jeder denkt, er oder sie weiß genau, wie das geht. Ätsch, falsch gedacht. So hat sich beispielsweise die Regel eingenistet, dass die +4-Karte jederzeit gespielt werden kann. Das ist Quatsch.

Richtig ist vielmehr: Die Karte darf nur gespielt werden, wenn die Farbe, die liegt, nicht bedient werden kann. Selbstverständlich darf dabei auch geschummelt werden – der oder die nächste darf dann allerdings auf Nachfrage die Karten sehen. Sollte der Spieler oder die Spielerin mit der +4-Karte geschummelt haben, muss er oder sie 6 Karten ziehen.

 

Zum ersten Teil unserer Spielirrtümer – unter anderem mit „Scotland Yard“, „Die Siedler von Catan“ und, ja sogar Domino, geht es hier.

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