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Dortmund: Der Selbstläufer

Seit gut zwei Jahren existiert die BrettSpielUnion Dortmund – seit mehr als einem Jahr ist auch das Spielend-für-Toleranz-Spielepaket mit dabei. Organisiert wird die BrettSpielUnion von neun spielebegeisterten Menschen, zwischen 40 und 60 Spielerinnen und Spieler sind jeden Freitag (und manchmal an anderen Sonderterminen) bei dem regelmäßigen Spieleabend zu Gast, immer auch unter dem Motto: „Spielend für Toleranz“: „Flagge, Plakate, Buttons und Blöcke zieren die Spielräume und machen deutlich: Für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist in Dortmund und Umgebung bei der BrettspielUnion kein Platz“, schreibt einer der Initiatoren, Sebastian Schwarz in seinem Blog. Auf Nachfrage ergänzt er: „Wir versuchen in der BrettspielUnion Dortmund Menschen allen Alters, Herkunft, sexuellen Identität, Nationalität, zugeschriebener Beeinträchtigungen und so weiter zu erreichen.“

Der wöchentliche Spieleabend, der durch das Service-Paket sein Angebot an Spielen erweitern konnte, ist dabei zum Selbstläufer geworden: „Der interessierte Strom nimmt und nimmt nicht ab“, schreibt Schwarz. Nicht nur Stammgäste aus Dortmund und Umgebung sind regelmäßig mit dabei, wenn bis 4 Uhr morgens gespielt wird. Oft sind auch Spieleautoren zu Gast, die Prototypen mitbringen und sich den Fragen der Gäste stellen. Ganze Spielewochenenden und -veranstaltungen erweitern das Angebot. Zum großen Spieletag am 15.12. 2019 konnten 100 Gäste begrüßt werden. Zusätzlich zu Spielen und Begegnung gab es noch einen Flohmarkt. „Der Flohmarkt zeigte sich als wahrer Gewinn“, schreibt Schwarz, „da besonders dadurch viele ‚Nichtbekannte‘ zu einem kurzen Besuch vorbeikamen.“ Und wie geht es weiter? „Wir sind nicht spielemüde geworden, ganz und gar nicht.“

Dass das keine leeren Worte sind, zeigte die Feier zum 2jährigen Jubiläum der BrettspielUnion. „Über 100 Menschen kamen zusammen, haben gespielt, gegessen, geredet, sich in Turnieren gemessen und einfach einen ganz tollen und fantastischen Abend gehabt“, schreibt Schwarz, „wenn ich so zurückdenke und rechne, so haben wir in den letzten 2 Jahren über 4000 Menschen an die Spieltische gebracht. Wow! Das ist echt ’ne Menge. Die Spiele, die auf den Tischen waren, sind fünfstellig und wenn ich zudem noch zählen würde, wie viele Tüten Chips, Tafeln Schokolade, Pizzabestellungen und so weiter zugleich vertilgt wurden – Wahnsinn. Die BrUnDo ist echt ein enorm großes Ding geworden und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.“

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