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Tag der Brettspielkritik

  • Tag der Brettspielkritik
    • Schlewinski, Becker

      Zum zweiten Mal fand in Hamburg der Tag der Brettspielkritik statt – die großen Themen waren Formen der Kritik und die Möglichkeiten der Professionalisierung. „Wir sind alle ganz unterschiedlich“, sagte Bernhard Löhlein, Sprecher des Vereins Spiel des Jahres. Diese Vielfalt sei ihm auf dem Tag der …

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    • Tag der Brettspielkritik

      Der Verein Spiel des Jahres veranstaltet vom 17. bis 19. Juni zum zweiten Mal in Hamburg einen Tag der Brettspielkritik. Die Spielekritik ist ein Teil der Kulturkritik. Was bedeutet das für diejenigen, die in Zeitungen und Zeitschriften, in Onlinemedien, auf YouTube und Twitch, im Rundfunk oder …

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    • Arbeitsgruppen

      Tag der Brettspielkritik 2019 · Teil 3 Auch um die „Praxis“ ging es beim Tag der Brettspielkritik in der Hamburger Jugendherberge. In Arbeitsgruppen wurde darüber nicht nur gesprochen, sondern es ging um konkrete Beispiele und Handlungsmöglichkeiten. „Wie bespricht man ein Spiel in einem Podcast?“, lautete die …

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    • Schlussdiskussion

      Tag der Brettspielkritik · Teil 4 „Spiele sind ein Kulturgut“, betitelte Guido Heinecke die Abschlussdiskussion am Tag der Brettspielkritik. „Besitzen Spiele eine gesellschaftliche Relevanz, nehmen sie an gesellschaftlichen Debatten teil, bilden sie Dinge aus unserem Alltag ab?“, fragte der Spiel-des-Jahres-Geschäftsführer. Der Konstanzer Kulturwissenschaftler Steffen Bogen fand …

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    • Gohlisch

      Tag der Brettspielkritik 2019 · Teil 1 Mehr als 60 Spielejournalistinnen und -journalisten sowie Bloggerinnen und Blogger kamen, als der Verein Spiel des Jahres zum Tag der Brettspielkritik 2019 nach Hamburg einlud. „Leider erfahren wir in vielen Texten über Spiele wenig darüber, was sie mit uns …

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    • Workshops

      Tag der Brettspielkritik 2019 · Teil 2 Sehr lebendig waren die Diskussionen in den Workshops, die auf dem Tag der Brettspielkritik auch für Bewegung sorgten. Denn im 30-Minuten-Takt durften die Teilnehmenden den Workshop und damit dem Raum wechseln, um eine große Bandbreite an Themen in recht …

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Tag der Brettspielkritik

Spielekritiken findet man an vielen verschiedenen Orten: In Zeitungen, in Fachmagazinen, im Radio und im Internet. Die einen rezensieren Brettspiele im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit, die anderen verstehen dies als Hobby und publizieren ihre Spielkritiken ihn einem Blog, einem Podcast oder auf YouTube.

Das Spiel ist ein Teil unserer Kultur, die Spielekritik ist ein Teil der Kulturkritik. Die Jury Spiel des Jahres beschäftigt sich sehr intensiv mit diesem Themengebiet: Wo steht die Brettspielkritik, was verändert sich, wo liegen die Perspektiven? Zu diesem Zweck fand vom 21. bis 23. Juni 2019 zum ersten mal der Tag der Brettspielkritik statt.


Spiel und Kulturkritik

Mehr als 60 Spielejournalistinnen und -journalisten sowie Bloggerinnen und Blogger kamen, als der Verein „Spiel des Jahres“ zum Tag der Brettspielkritik nach Hamburg einlud. „Leider erfahren wir in vielen Texten über Spiele wenig darüber, was sie mit uns machen“, sagte Stefan Gohlisch in der Eröffnungsrede und beschrieb damit einen roten Faden, der sich durch die Workshops und Diskussionsrunden der Veranstaltung zog. „Wir schreiben Rezensionen, die sich auf die Nacherzählung der Regeln beschränken“, beklagte Gohlisch, Mitglied der Jury Spiel des Jahres. „Wir schauen Menschen beim Unboxing zu und diskutieren über Kartenglück und Mechanismen.

Aber darüber, was die Spieler fühlen, erfahren wir nur wenig.“ Spielekritiken, die wirklich spielerisch sind, über man lachen kann oder die uns anrühren, seien selten. Der Kulturredakteur der Hannoveraner Neuen Presse fragte, warum zu oft nüchterne Erklärungen geliefert und zu selten die Beschreibungen von Emotionen.

„Dabei bieten moderne Spiele doch so viel Potenzial für spannende und unterhaltsame Rezensionen. Ein ‚Pandemic Legacy‘ hat mindestens so viel erzählerische Tiefe wie die akut angesagte Fernsehserie. Ein ‚Les Poilus‘ berührt uns wie ein Roman, den wir auch nach der letzten Seite einfach nicht zuklappen wollen“, stellte Stefan Gohlisch fest. „Warum bewerten wir Spiele wie diese oft nur nach ihrem Regelgerüst und nicht nach dem, was wir dabei erleben?“

Spiele zu erfahren, sei etwas Elementares. „Wir wissen, wenn sie uns Freude bereiten, wenn sie uns frustrieren, wenn sie uns einzigartige Erlebnisse bescheren. Lasst uns Worte dafür finden! Lasst uns andere Menschen begeistern, ihnen das Gefühl geben, dass sie etwas verpassen, wenn sie nicht spielen! Lasst uns stolz sein auf das, was wir tun!“, appellierte Gohlisch an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tags der Brettspielkritik. „Bleibt kritisch! Und spielerisch!“

Text: Tim Koch, Foto: Harald Schrapers, Video: Stefan Zerlik.


Sechs Workshops

Sehr lebendig waren die Diskussionen in den Workshops, die auf dem Tag der Brettspielkritik auch für Bewegung sorgten. Denn im 30-Minuten-Takt durften die Teilnehmenden den Workshop und damit dem Raum wechseln, um eine große Bandbreite an Themen in recht kleinen Gruppen zu besprechen.

Insgesamt gab es sechs Workshops:

Andreas Becker (Weser-Kurier):

Kritische Rezensionen, lobende Spieletipps – wo sind die Grenzen einer sachkundigen und unabhängigen Spielekritik?

„Wichtig für einen Spielerezensenten ist es, sich mit einer eigenen Haltung zu positionieren, um dadurch persönliche Relevanz zu erhalten. Das funktioniert nur dann, wenn man nicht nur lobt, sondern auch abgrenzt. Eine positive Kritik darf dabei weder zu einer ultimativen Lobhudelei ohne kritische Distanz werden noch zu einer Schmähkritik mit persönlichen Beleidigungen verkommen. Dazwischen ist ein riesiges Feld, in dem sich der Kritiker in der Form eines Kommentars austoben kann. Wer indes auf kritische Betrachtungen verzichtet, erweckt beim Leser den Eindruck, verlängerter Arm der PR-Abteilung zu sein. Um kritische Punkte in seinen Rezensionen herauszuarbeiten, hilft es, gedanklich aus der Szene herauszutreten, um die nötige Distanz zu entwickeln. Diese braucht es, um mehr zu schreiben als einen Spieletipp ohne Tiefgang, der dann eher mit einem Warentest vergleichbar ist. Wichtig für eine geschriebene Rezension sind eine Interpretation und damit eine Einordnung, ein erzählender Teil sowie eine Wertung. Letztlich muss sich der Kritiker durch seine Texte einen Status erarbeiten, der Leser nicht auf die Idee bringt, dass das Erhalt eines Rezensionsexemplars die Meinung beeinflusst haben könnte.“

Stefan Gohlisch (Neue Presse, Spiel des Jahres):

Was kann die Spielekritik von der Theater-, Film- und Buchkritik lernen?

„Geschmack ist nicht subjektiv“ – mit diesem Zitat startete Stefan Gohlisch in den Workshop. Wie ist das zu verstehen? „Geschmacksurteile speisen sich idealerweise aus Sachkenntnis, Wissen und Erfahrung. Das sollte über jeder Form von Kulturkritik stehen. Vor diesem Hintergrund ist eine reine Produktinformation kein Alleinstellungsmerkmal. Letzteres scheint in der Medienlandschaft aber immer wichtiger zu werden. Deshalb muss eine Rezensent ein eigenes Profil schärfen. Wie kriege ich ein eigenes Profil? Durch Vorauswahl, Kompetenz und Stil. Es hilft, Schemata aufzubrechen. Außergewöhnliche Geschichten für außergewöhnliche Spiele zu erzählen. Mehr Emotion und weniger Regel. Wenn es sich anbietet, sollte der Rezensent die Realität einbeziehen. Dafür muss der Autor auch mal seine Komfortzone verlassen und beim Textaufbau nicht immer wieder dieselben Mechanismen nutzen. Am Ende bleiben zwei zentrale Fragen: Wen möchte ich überhaupt ansprechen? Wer will ich als Kritiker sein? Diese Fragen muss jeder für sich beantworten.“

Manuel Fritsch (Insert Moin):

Ist die Berichterstattung über digitale Spiele ein Vorbild?

„Die Spielekritik für Videospiele ist deutlich professioneller und breiter aufgestellt als die für analoge Spiele. Bei Letzterer ist dafür der Amateurbereich deutlich größer. In der Videospielszene gibt es mehr Spezialisten unter den Kritikern. Etwa für Strategiespiele. Ließe sich das nicht auch in der Brettspielszene durchsetzen, sodass sich nicht immer alle auf alle Spiele stürzen? Kritiker von analogen Spielen sollten ihr Profil schärfen, kreativer und experimenteller arbeiten. Zum Beispiel Mechanismen, Emotionen und Erfahrungswerte in einem ungewöhnlichen Reviewformat beschreiben. Im Vergleich zu Videospielen ist das zwar schwieriger, weil viele Brettspiele – auch wenn es im Kommen ist – wenig Geschichte erzählen. Aber es ist schon jetzt möglich, die beim Spielen erlebte Geschichte zu erzählen. Wie habe ich mit den Mitspielern interagiert? Die Beschreibung, dass in einer Partie die Allianz mit meinem Partner auseinander gebrochen ist, vermittelt mehr vom Spiel als die Tatsache, dass man zwei Karten ziehen kann. Was noch auffällt: Durch die Professionalisierung in der Videospielszene gibt es eine klare Trennung zwischen Redaktion und Anzeigenabteilung. In der Brettspielszene vermischt sich das häufiger, wodurch viele Interessenskonflikte entstehen.“

Katrin Reil (Spielbox, Spiel doch!):

Spielen ist Männersache?! Spielekritik und Geschlechterrollen

„Was, wie und und wo spielen Frauen? Es gibt zu wenig Studien, die sich mit diesen Fragen beschäftigen. Die Datenlage ist unzureichend. Klar ist: Frauen spielen definitiv Spiele, sie kaufen auch Spiele. Was fehlt ist die Sichtbarkeit von Frauen als Macher von Spielen. Sie sind zwar Mitspieler, werden aber selten Macher, seltener Autorinnen oder Redakteurinnen. Und beim Tag der Brettspielkritik sind auch weniger Frauen als Männer da. Woran liegt das? Zeit scheint ein wesentlicher Faktor zu sein. Vielleicht investieren Frauen ihre Freizeit lieber in andere Dinge. Zweiter Faktor: Trauen sich Frauen nicht, einen Podcast zu starten oder einen Blog zu schreiben? Im Internet geht es etwas rau zu, was nicht unbedingt einladend wirkt. Da schreibe ich als Frau einen Beitrag und habe dann 200 Trolle am Hals. These: Zeit und Selbstvertrauen sind die beiden Punkte, die Frauen daran hindern, sich stärker als über ein gelegentliches Spiel hinaus zu engagieren. Was kann man tun, um Frauen sichtbarer zu machen? Einladen, auffordern, anregen! Ladet Frauen ein, Gastbeiträge beizusteuern. Ermutigt sie! Kritisiert die immer stärkere Pinkifizierung in der Spielwarenbranche, um die dadurch entstehende „Ich trau mich nicht“-Haltung bei Mädchen zu durchbrechen. Kinder brauchen nicht das unbedingt das Prinzessinnenspiel oder das mutige Ritterspiel, sondern Spiele mit neutralen Themen, die alle ansprechen.“

Harald Schrapers (Spielbox, Games we play, Spiel des Jahres):

Familien- und Kinderspiele – wie kann ich als Kritiker die Sicht der Kinder einbeziehen?

„Die Frage nach der Abgrenzung von Kinder- und Familienspiel ist ein Stück weit überkommen. Beim Spielen in der Familie saß vor 40 Jahren noch mindestens ein Kind am Tisch, mittlerweile mussten wir wegen sinkender Geburtenquote lernen, angebliche Familienspiele ohne Familie zu spielen. Eltern und Erzieher fragen sogar nach Spielen, mit denen sich Kinder allein beschäftigen und die Erwachsenen währenddessen in Ruhe lassen. Solche Kinderspiele sind aber in aller erster Linie Familienspiele. Sie sind dazu da, dass sich Kinder und Eltern oder Erzieher gemeinsam an den Tisch setzen, um das Spiel gemeinsam zu erleben. Spiele, die nach sieben oder zehn Runden von Kindern alleine bewältigt werden können, die gibt es natürlich auch. Aber in der Regel sind Kinderspiele nicht dazu da, dass sich Kinder damit alleine beschäftigen. Dazu ist das freie Spiel wesentlich besser geeignet. Der Vorteil von Kinderspielen ist, dass die Kinder eine Einführung erhalten in regelkonformes Spielen. Für den Kritiker ist das eh klar: Man kann ein Spiel nur bewerten, wenn man es anhand der abgedruckten Regel spielt. Dabei lege ich an das Kinderspiel den gleichen Qualitätsmaßstab an wie an das Erwachsenenspiel. Wie sind die im Detail aus, wie bewerte ich ein Kinderspiel? Wie kriege ich raus, ob es den Kindern gefällt? Nein, ich frage die Kinder nicht, wie es ihnen gefallen hat. Wichtig ist es, die Kinder zu beobachten. Ist ihnen langweilig? Macht es ihnen Spaß? An welcher Stelle löst das Spiel Emotionen aus? Wichtig als Rückmeldung von den Kindern selbst in Kita oder Schule ist die Antwort auf die Frage, ob ich das Spiel in der nächsten Woche noch einmal mitbringen soll. An dieser Stelle kann ich von Kindern allerdings nicht mehr als ein Ja oder Nein verlangen. Pädagogische Grundkenntnisse helfen bei der Beurteilung, dürfen aber keine Betriebsblindheit erzeugen. Denn Spiele sind keine Lernspiele. Beim Spielen geht es alleins um Spielen; dabei lernen Kinder schon genug. Es ist zweckfrei an dieser Stelle. Die wichtigste Eigenschaft eines Kritikers ist aber: Er muss selbst begeisterter Spieler sein. Nur dann kann er emphatisch sein und sich in die Kinder hineinversetzen.“

Guido Heinecke (ehem. Tric Trac, Spiel doch!, Spiel des Jahres):

Wie sieht der New Boardgame Journalism aus?

„Der New Boardgame Journalism, so wie ich ihn verstehe, fordert das Produzieren von Beiträgen, in denen es über die Gefühle beim Spielen geht. Denn die klassische Rezension ist langweilig. Einleitung, Regelparaphrase und Fazit – das ist einfach, verbraucht aber viel Energie, die am Ende vom Leser wahrscheinlich nicht honoriert wird, weil er direkt zum Fazit springt. Die Literatur- und Kunstkritik beispielsweise hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Werk in Zusammenhang mit dem Leser oder Betrachter zu setzen. Warum soll das nicht in der Spielekritik möglich sein. Das Spiel braucht uns, um eine Wirkung zu erzeugen. Die Selbstbetrachtung während des Spielens ermöglicht uns das Erzählen von Gefühlen. Was passiert im Spiel mit mir? Was macht das Spiel mit mir? Viele Spiele haben einen Kern, den man umso besser erkennt, wenn man den Stein des Mechanismus wegschiebt. Gerade für Vielspieler muss man die Regeln nicht wiederholen. Versucht, anders über Spiele zu erzählen. Wagt es, gewohnte Pfade zu verlassen. Probiert Neues. Versucht Spiele über einzelne Punkte, nicht im Gesamten zu präsentieren. Ihr könnt nichts falsch machen.“

(v.l.n.r.) Harald Schrapers, Guido Heinecke, Katrin Reil, Wieland Herold, Andreas Becker, Manuel Fritsch, Stefan Gohlisch

In der nach den Workshops stattfindenden und von Wieland Herold moderierten Diskussionsrunde wurde die Quintessenz der Workshops präsentiert, da alle Teilnehmenden nur jeweils die Hälfte der Workshops erlebt hatten. Herold wies dabei darauf hin, dass der Verein Spiel des Jahres bereits 1992 eine ähnliche Veranstaltung durchgeführt habe, und zwar in Marburg. Vieles, das damals diskutiert worden sei, erinnere ihn an die Debatten von heute. Allerdings habe man damals „adressatenbezogener“ diskutiert und die Wirkung von Spielekritik auf Publikum, Autoren und Verlage in den Blick genommen. „In unserer Zeit spielen mediale Kanäle eine ganz andere Rolle, als das damals der Fall war“, sagte Wieland Herold.

Text und Foto: Harald Schrapers, Video: Stefan Zerlik.


Die Praxis des Rezensierens

Auch um die „Praxis“ der Spielekritik ging es beim Tag der Brettspielkritik in der Hamburger Jugendherberge. In Arbeitsgruppen wurde darüber nicht nur gesprochen, sondern es ging auch um konkrete Beispiele.

(v.l.n.r.) Wolfgang Friebe, Udo Bartsch, Karsten Grosser, Matthias Hardel

„Wie bespricht man ein Spiel in einem Podcast?“, lautete die Fragestellung der AG, die von Christian Graeff und Nico Wagner (Brettagogen-Podcast) geleitet wurde. „Wie ausführlich erklärt man die Regeln? Und mit wie vielen Personen podcastet man am besten?“ Zum Abschluss hatten die Teilnehmenden die Chance genutzt, einen Mini-Podcast aufnehmen und diesen anschließend besprechen.

In der Arbeitsgruppe von Julia Zerlik und Stephan Zerlik (Spiel doch mal …!) ging es darum, herausfinden, was eine gute Videorezension ausmacht – sowohl auf technischer, als auch auf inhaltlicher Ebene. Dort wurde ein Blick auf bestehende Videorezensionen geworfen. Anschließend ging es darum, Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten und zu überprüfen, welches Ziel mit der jeweiligen Rezension verfolgt wird.

Für die „geschriebene“ Spielekritik gab es drei parallele Arbeitsgruppen mit leicht unterschiedlichen Akzenten. Das wurde auch in der von Karsten Grosser (NOZ) moderierten Podiumsdiskussion deutlich. Hier berichteten die Chefredakteure Udo Bartsch (Spiel doch!), Wolfgang Friebe (Fairplay) und Matthias Hardel (spielbox), was sie von einer guten Rezension erwarten. „Es geht nicht darum, dem Spiel gerecht zu werden, sondern einen Eindruck zu vermitteln, wie sich spielt, was es leistet was es kann“, unterstrich Udo Bartsch. „Klare Meinung statt 1000 Worte“, sagte Wolfgang Friebe, „man muss präzise auf den Punkt kommen“. Eine Meinung sei umso klarer, je kürzer sie gefasst ist. Matthias Hardel sagte, dass Spielekritiken auf den ersten Metern fesseln müssten „und dann den Leser durch einen narrativen Sog durch den Text ziehen“.

Text und Foto: Harald Schrapers, Video: Stefan Zerlik.

Weitere Beiträge folgen.


Materialien und Handouts der Tagung als Download: