Kennenlernen in Darmstadt

In der Lincoln-Siedlung in Darmstadt treffen sich viele unterschiedliche Menschen: Die ehemalige Kaserne der US-Streitkräfte wurde von der Stadt in Wohnraum weiterentwickelt, in der bis zu 5000 Menschen neben- und miteinander wohnen sollen. „Der Anteil an sozial gefördertem Wohnraum liegt bei 45%, davon 20% für mittlere Einkommen und 25% im unteren Einkommensbereich. Die Siedlung ist geprägt von einem hohen Anteil von Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund (68%) sowie einem deutlich über dem städtischen Durchschnitt (16%) liegenden Kinder- und Jugendquotienten (28%). In keinem anderen Stadtteil in Darmstadt leben so viele junge Menschen“, beschreiben die Anwohnerinnen Almut Siodlaczek und Stefanie Konrad ihr Quartier. „Ein großes Thema ist dabei gegenseitige Toleranz zwischen Alt und Jung, und zwischen den verschiedenen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten“.

Magisches Spielen in Darmstadt

Siodlaczek ist Mitarbeiterin der Diakonie in Damstadt, Konrad forscht in dem „Projekt Delta“ an der urbanen Energiewende. Beide zusammen organisierten im vergangenen März gleich zwei Spieleevents im Rosa-Parks-Saal des ungewöhnlichen Stadtteils: Einen Spieleabend und einen Spielenachmittag. Mittendrin auch ein Spielepaket der Inititative „Spielend für Toleranz“. Der Spielenachmittag richtete sich an Kinder. „Gespannt wurde mit den Anwesenden bei „Der Magische Schlüssel“ geschaut, wer als erste 11 Edelsteine sammeln kann. Auch „Looping Louie“, „Flip 7“ und „Zauberberg“ wurden getestet und kamen gut an. Die Teilnehmenden waren begeistert und es ist geplant, besonders während der Herbst- und Wintermonate regelmäßig Spielenachmittage gezielt für Kinder im Rahmen des neuen Kids-Treffs zu organisieren“, schreiben die Organisatorinnen.

Der Spielabend richtete sich an Erwachsene und fand im Rahmen der Initiative „WIR auf Lincoln“ statt, die auch Vorträge organisiert, einen Bücherschrank pflegt oder Müllsammel-Aktionen im Quartier veranstaltet. Unterstützt würde der Spieleabend auf Lincoln vom Spieletreff Darmstadt. „Über 30 Menschen aus verschiedenen Ländern, darunter Ukraine und Russland, Somalia, Algerien und Vietnam, spielten in verschiedenen Gruppen“, schreiben die Veranstalterinnen. „Der Mach-Mit-Spieleabend für Familien und Erwachsene soll nun monatlich fortgesetzt werden und bietet so neuen Nachbar*innen eine gute Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen.“

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