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Müller & Sohn

Müller & Sohn

Die Müllersburschen, um die es da geht, werden als Mehlsäcke dargestellt. „Müllersbursche ist also gleichbedeutend mit Mehlsack!“, lässt uns die Regel wissen. Die Mehlsackburschen jedenfalls gehen, wie das Lied es so will, auf Wanderschaft. Und müssen viele Mühlsteine erstehen, um damit Mühlen kaufen zu können. Das Leben ist halt mühlsam… Je nach Würfelergebnis werden die Figuren fortbewegt. Wer eine Eins zustande bringt, muss Ereigniskarten ziehen. Und diese geben Lebensweisheiten von sich. Etwa: „Wer vernünftig gebieten kann, dem ist gut dienen“, oder „Doppelt genäht hält besser.“ Daneben stehen noch Anweisungen, die der jeweilige Bursche befolgen kann. Wichtig ist, dass Mühlsteine gewonnen werden. Das kann auf verschiedene Weise geschehen: Vor Spielbeginn festgelegte Grenzen werden überschritten; man landet auf von Mitspielern besetzten Feldern, tauscht den neuesten Tratsch aus und kassiert dafür; verlangt Platzgebühr für Felder auf denen bereits eine eigene Mühle steht. Aber auch Ereigniskarten helfen.

Das Schöne Spiel 1986 ist ein sorgsam zusammen gestelltes Kunstwerk. Da haben wir einen Spielplan, graphisch gestaltet von Matthias Wittig, der schon so viele schöne Spiele optisch aufbereitet hat. Das Material ist aus Skai, die schwarzweiße Grafik bildet Mühlen ab, die nach Auskunft der Spielregel „abgeschaut“ sind: Die Vorbilder sollen auf den Kanarischen Inseln, auf Kreta, in Griechenland, im Iran, auf den Azoren, in der Tschechoslowakei, in Norddeutschland, Bayern und Belgien stehen. Don Quichote hätte sein Vergnügen daran. Zu allem Überfluss findet sich noch ein Hinweis über Windmühlenbücher. Das Spielmaterial ist aus Holz, die Schachteleinlage aus Kunstsamt, die Spielregel graphisch aufbereitet. Und die edle, äußere Aufmachung der „Edition Perlhuhn“-Reihe tut ein Übriges dazu.