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Kreml

Kreml

Ansprechend ist die Packung nicht – ein hässlicher Karton, ganz auf billig gemacht, aber der Inhalt ist explosiv. KREML blendet zurück in die Zeiten Breschnews, Andropovs und wie sie alle hießen. Die Alten haben die Macht, und nur interne Intrigen können einen davor bewahren, abtreten zu müssen. Auf parodistische Art versucht KREML, sowjetische Machtspiele von Anno Dazumal nachzuvollziehen. Apparatschik ist der Große Vorsitzende zu Beginn des Spieles. Die anderen wollen ihn beerben. Intrigen und Würfeleien, Alterspunkte und Zwangsaufenthalte in einem Erholungsheim haben zur Folge, dass das Machtspiel – im Kreml eben – vor sich hintobt. Wer dreimal die glorreiche Oktoberparade abnehmen kann, gewinnt das Spiel. KREML stammt von einem Kleinverleger aus der Schweiz. Es ist erfreulich, dass die Spielidee über die armselige Ausstattung gesiegt hat. Ein politisches Spiel mit bösem Witz und hinterhältiger Satire, das nach Erscheinen sogar – abgeschwächt – in einer US-Lizenz veröffentlicht wurde.