Gefördert: Johannesschule Gronau

Die Johannesschule in Gronau ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung der diakonischen Stiftung Wittekindshof. Als Förderschule haben wir die Aufgabe zieldifferenzierten Unterricht entwicklungsorientiert zu gestalten, um unsere Schüler zu fördern. Diese Aufgabe wird, unter anderem durch die von Ihnen gespendeten Brettspiele, folgendermaßen umgesetzt.

Jeden Donnerstag wird eine „gestaltete Freizeit- Brettspielen“ von 12:30 – 13:30 Uhr für die Oberstufen- und Berufspraxisstufenschüler angeboten. Zwischen fünf und zehn Schüler nehmen bisher daran teil. Wir bieten in der Zeit zwei Spiele an zwei Tischen an. Erreicht wurde, dass es die Schüler schaffen, sich für eine neue Art von Freizeitgestaltung zu öffnen und diese motiviert zu nutzen. Zusätzlich finden sich Schüler zusammen, die leichte Spiele ohne direkte Begleitung miteinander spielen.
Die gestaltete Freizeit -Brettspiel ist damit als Erfolg zu bezeichnen.

Zauberberg voller Spiele

Wöchentlich wird die AG Brettspiel innerhalb der Oberstufe angeboten. Sieben Schüler entschieden sich für diese AG. Ziel dieser Einheit sind neben dem Spaß ebenso die Förderung der Entwicklungsziele. Die Umsetzung dieses Projektteils war und ist ebenfalls erfolgreich.

Das Fach „Spiel“ steht einmal wöchentlich auf unserem Stundenplan. Hier spielen wir unterschiedliche Spiele mit unterschiedlichen Entwicklungsschwerpunkten. Nun haben wir einen sehr großen Fundus an Spielen. Um die Spiele gezielt auszuwählen, wurden sie katalogisiert und den Schwerpunkten zugeordnet. Ein Förderschwerpunkt einer Schülerin mit selektivem Mutismus war es z.B. Situationen zu schaffen, die ihr das Sprechen innerhalb der Klasse ermöglichen. Mittlerweile kann sie leise aber bestimmt kurze Sprachäußerungen im Spielgeschehen vollziehen.

Zukunftsorientiert möchte ich ein paar Schüler dazu befähigen, Spiele in anderen Klassen zu erklären. Dies wird im 2. Halbjahr umgesetzt.

Das Spiele den Beziehungsaufbau unterstützen können und damit Vertretungsstunden erleichtern können, zeigt ein Beispiel in meiner Stufe. Einem Schüler aus dem Autismus-Spektrum fällt es schwer im Klassenraum zu bleiben. Als Vertretungslehrerin ist das Weglaufen noch schwieriger zu verhindern. Aber er spielt gerne, hat durch mich „Flip 7“ kennen gelernt. Über dieses Spiel hatten wir die Möglichkeit, uns besser kennenzulernen. Wenn ich jetzt in seiner Klasse Vertretungsstunden übernehme, haben wir eine gute Beziehung zueinander, die förderlich ist, um ihn im Unterricht zu halten. Es gäbe noch weitere positiv wirkende Effekte durch das Spielen von Brettspielen zu nennen. Es ist eine Freude zu sehen, wie Spiele wirken.

Zusätzlich gab einen freiwilligen Kollegiumtag, an dem viele Spiele den Kollegen vorgestellt und vor allem ausprobiert wurden.

Stephanie Mazur
Fachlehrerin

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