Gefördert: Jacob-Struve-Schule in Horst

Zu Beginn des Schuljahres 2024/25 begannen wir mit dem Wahl-/Pflichtkurs „Schüler helfen Schülern“ das Projekt „Spielen in der Schule“ .   Die Lehrkraft besuchte eine vorbereitende Fortbildung der „Brettspielakademie“, bei der es darum ging, wie man beim Einsatz von Spielen im Unterricht Streit und Tränen vermeiden kann.

Insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler hatten dieses WPU gewählt und in den ersten Stunden beschäftigten wir uns mit der Theorie des Spielens und mit dem gemeinsamen Spiel. Alle Schüler spielen sehr gern und haben zuhause vielfältige Erfahrungen mit unterschiedlichen Spielen gemacht. Wir waren uns einig darin, dass das Spielen mit Brett- oder Kartenspielen sehr wichtig für die Entwicklung von Kindern ist und dass man dies in der Schule unbedingt fördern müsse.

Somit war der erste Schritt getan, und wir konzentrierten uns auf die Auswahl von geeigneten Brettspielen. Erschwerend für die Auswahl war die Tatsache, dass die anzuschaffenden Spiele entweder „Spiel des Jahres“ gewesen oder auf der Nominierungsliste aufgeführt sein mussten.

Viele Lehrer brachten uns Spiele zum Ausprobieren mit, und wir mussten feststellen, dass viele von ihnen für den von uns erdachten Einsatz in der Schule nicht geeignet sind, da der aufzubringende Zeitaufwand zu umfangreich ist oder die Spiele ganz einfach zu kompliziert sind. Wir benötigten relativ niedrigschwellige Spiele, da der Zeitrahmen des Einsatzes eng begrenzt ist.

Nach einer längeren Phase des Ausprobierens entschieden wir uns für vier unterschiedliche Spiele, die wir jeweils in vierfacher Ausfertigung im regionalen Fachhandel bestellen wollten („Just One“, „Activity“, „Rummikub“, „Das verrückte Labyrinth“).

Für jedes Spiel erstellten wir eine übersichtliche, optisch ansprechende und leicht verständliche Anleitung.

Die Spiele und die Anleitungen verstauten wir in großen Plastikkisten, die in einem Fachraum lagern und von den Lehrern leicht transportiert werden können. So nehmen sie die Kisten mit in ihren Unterricht, und die Spiele finden in einigen Stunden ihren Einsatz. Die Resonanz von Lehrern und Schülern ist durchweg positiv.

Außerdem bietet der WPU seit einigen Wochen eine Spielepause an. Unsere relativ lange Mittagspause (45 Minuten) wird jetzt von vielen jüngeren Schülern genutzt, um mit den Großen zu spielen. Jeweils drei Schüler des WPU sind in diesen Pausen im Einsatz. Das Angebot dieser Spielepausen ist perspektivisch auch für das kommende Schuljahr geplant und soll weiter ausgebaut werden.

Wir sind unserem Ziel, Schüler- und Schülerinnen an das Spielen von Gesellschaftsspielen heranzuführen, einen großen Schritt nähergekommen. Tatsächlich konnten wir ihnen Spaß und die Möglichkeit der sozialen Interaktion vermitteln.

Insgesamt war die Vorbereitung des konkreten Einsatzes der Spiele relativ zeitaufwändig, da wir viele Spiele auf die Möglichkeit des sinnvollen Einsatzes hin prüfen mussten. Wir hatten dabei aber auch sehr viel Spaß und wenn wir jetzt erfahren, dass die Spiele relativ häufig genutzt werden, hat sich dieser Einsatz auf jeden Fall gelohnt.

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