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Gefördert: „Integration und Sozialkompetenz durch Spiel und Spaß“

Projekt „Integration und Sozialkompetenz durch Spiel und Spaß“ in Düren

Seit 1996 ist die low-tec gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH (kurz: low- tec) in vielen Bereichen aktiv, um die Menschen in Stadt und Kreis Düren sowie in der neu geschaffenen Städteregion Aachen zu unterstützen. Projekte liegen in den Bereichen Gesellschaft, berufliche Integration, Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung.

Vorgesehen war das Projekt ursprünglich für die Produktionsschule.
Sie ermöglicht es jungen Menschen bis zu 25 Jahren, einen Schulabschluss zu erlangen und Erfahrungen im Arbeiten unter betrieblichen Bedingungen zu sammeln. Das letztendliche Ziel soll die Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit sein.

Mit unserem Projekt wollten wir den Jugendlichen ein zusätzliches Angebot bieten, in dem sie durch Gesellschaftsspiele Regeln und Normen spielerisch erlernen sollten. Nachdem wir die Spiele im Juni hatten, haben wir alle Spiele aufgebaut und die Jugendlichen eingeladen. Jeder durfte sich an einem Tisch mit einem Spiel setzen, das ihn persönlich interessierte. Betreut wurde das Ganze von drei Anleitern. Wurden zuerst nur bekannte Spiele gespielt, so wurden die Jugendlichen mit der Zeit mutiger und trauten sich auch an die etwas komplexeren Spiele. Durch den Spaß der ersten mutigen Spieler animiert, spielten immer mehr Teilnehmer mit. Nach einer Zeit hatte sich eine kleine, feste Gruppe etabliert, die sich regelmäßig in den letzten Stunden zum Spielen trafen.

Mit der Zeit kamen dann auch ältere Teilnehmer aus unseren anderen Projekten sporadisch dazu, darunter auch einige Migranten, die so außerhalb unserer Sprachkurse Kontakte aufbauen konnten und die Sprache spielerisch verbesserten.
Angetrieben von dem Erfolg des Projekts nahmen wir auch Spiele mit zu unserem Standort in Aachen, wo sich bis heute eine Spiele AG aus einem anderen Projekt gebildet hat, die sich in den Pausen und einmal die Woche in den letzten beiden Stunden zum Spielen trifft. Dafür kaufen wir auch Spiele dazu, so dass sich unsere Spielesammlung an beiden Standorten ständig erweitert.

Es gab allerdings auch Rückschläge: So konnten wir die Teilnehmer nicht motivieren, auch außerhalb ihrer Anwesenheitszeiten die Spiele in Anspruch zu nehmen. So wurde das ehrgeizige Ziel, die Spiele AG auch für Jugendliche aus der Umgebung, die nicht bei uns tätig sind, zu öffnen, um damit die gesellschaftliche Integration zu fördern, wieder verworfen.

Dennoch sind wir mit dem Projekt hoch zufrieden und freuen uns, dass wir durch die Spiel des Jahres e.V. die Möglichkeit erhalten haben, diese Idee umsetzen zu können.

Sascha Mattern
Projektleiter

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