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Gefördert: Evangelische Jugendfreizeitstätte LU-Gartenstadt

Gefördert: Evangelische Jugendfreizeitstätte Ludwigshafen-Gartenstadt

Unsere Besucher sind zwischen 6 und 27 Jahren alt. Neben dem „Üblichen“ eines Jugendtreffs haben wir auch viele Tisch- und Brettspiele. Unsere Besucher/innen wollten diese sich immer öfters auch mal über Nacht ausleihen. Da kamen wir auf die Idee mit der Ludothek. Wir hatten zunächst unsere Vorbehalte, was das Ausleihen angeht und haben ganz klein angefangen. Da man bei uns keinen Ausweis oder ähnliches abgeben muss, hatten wir berechtige Zweifel daran, in welchem Zustand wir die Spiele, wenn überhaupt, wieder zurück bekämen. Daher fingen wir mit ganz einfachen Dingen an.

Begonnen haben wir im Juni. Die ersten drei Monate war ein Ausleihen nur für einen Tag möglich.

Ab dem vierten Monat durfte man sich auch ein Wochenende lang an den Spielen erfreuen. Auch was die Spieleauswahl betrifft, haben wir uns langsam vorgearbeitet und anfangs nur Spiele mit wenig Material bzw. wenig Kleinteilen verliehen („Uno“, „SkipBo“, „Skyjo“, „Vier gewinnt“).

Seit September darf man sich auch „Die Siedler von Catan“ oder „Carcassonne“ ausleihen. Das Angebot wird angenommen, aber man muss auch ein paar negative Seiten sehen. Viele Spiele werden nicht richtig eingepackt oder viele Teile liegen lose im Karton. Manche Karten haben Eselsohren und einige wenige Kleinteile fehlen. Aber es kommt auch in unserem normalen Betrieb vor, dass ein Würfel oder ähnliches einfach verschwindet. Eine weitere Besonderheit ist, dass nur Spiele ausgeliehen werden, die wir in der Einrichtung schon gespielt haben. Ein Regelwerk lesen und sich selbst damit befassen, das scheint unmöglich. Auch Ausleihzeiten lassen sich nicht wirklich umsetzen. Die Spiele werden einfach gebracht, ob wir nun schon die Ludothek geöffnet haben oder nicht. Beim Zurückgeben müssen wir das akzeptieren. Bei der Ausgabe hingegen nicht. Unser Ziel war und ist, dass sich möglichst viele Besucher/innen mit Brettspielen beschäftigen. Über einige der Spiele kommt man auch gut in eine Diskussion oder man kann die unterschiedlichsten Menschen egal welchen Alters oder welcher ethnischer Zugehörigkeit zusammen an einen Tisch bekommen. In den letzten Jahren erscheinen auch viele Spiele, wo die Spieler gegen das Spiel gewinnen müssen und nicht gegen eine Person. Auch das ist ein toller Ansatz („Just One“, „The Game“). Wir mussten auch feststellen dass man einige Spiele mehrfach haben müsste und andere richtige Ladenhüter sind.

Axel Geier
Einrichtungsleitung, Diplom Sozialpädagoge und Zertifizierter Spielpädagoge der ARS

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