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Seti

Seti

Der erste Sonderpreis für das schöne Spiel wurde stellvertretend an das Spiel SETI vergeben. Damit sollte zugleich auch der Buchholz-Verlag für sein Bemühen um besonders schön und aufwändig gestaltete Spiele insgesamt ausgezeichnet werden. Die dort vorgelegte Reihe im quadratischen Buchschuber-Format war so exzellent gestaltet, dass sie noch heute, nachdem der Verlag längst nicht mehr besteht, in Sammlerkreisen heiß begehrt ist.

SETI wurde damals von der Jury besonders herausgestellt, weil bei dieser Adaption eines alten ägyptischen Spiels die Konzeption hervorragend verwirklicht wurde. Hier greift einfach alles ineinander und führt ideal auf das Spiel hin. Das Layout auf dem Karton gibt ihm eine dichte Atmosphäre, stimmt auf das Spiel und seinen historischen Hintergrund ein. Der Spielplan und die großen, klassisch einfachen Holz-Spielfiguren dienen ideal dem durchaus anspruchsvollen, hochkarätigen strategischen Denkspiel, das auf eine Bearbeitung von Manuel A. Widmaier zurückgeht.

Je nach gewählter Spielvariante besteht das rechteckige Feld aus 3×10 oder 5×10 quadratischen Feldern. Darauf führt jeder Spieler zunächst einmal einen größeren Pharaostein sowie zwei kleinere Hohepriester. Diese Figuren haben eine unterschiedliche Zugweise und sind zweifarbig gestaltet, zeigen oben die eigene und unten die gegnerische Farbe. Zudem hat jeder Spieler flache, viereckige Totenschiff-Steine zur Verfügung. Diese werden nicht gezogen, können auch nicht geschlagen werden. Die Spieler können sie vielmehr – statt eines Figurenzugs – nur ins Feld setzen oder wieder vom Spielplan entfernen. Gelingt es, eine Figur darauf zu platzieren, darf diese nicht geschlagen werden, kann selbst aber noch schlagen.

Genau genommen wird eigentlich nicht geschlagen. Kommt man mit einer Figur auf ein Feld, auf dem eine gegnerische Figur steht, so wird diese nicht heraus genommen, sondern wie bei der japanischen Schachvariante SHOGI einfach herumgedreht und fortan als eigene Figur in den Kampf geführt. Ziel des Spiels ist es, mit einer Figur die gegnerische Grundlinie zu erreichen, ohne dort im nächsten Gegenzug geschlagen zu werden.