Gefördert: Ev.-luth. Propstei Wolfenbüttel
Das Projekt „Zeitfenster – Kirche zum Reinschauen“ ist ein Sozialraumprojekt der Ev.-luth. Propstei Wolfenbüttel. In einem Ladenlokal in der Innenstadt lädt es Menschen niedrigschwellig in einen konsumfreien, multifunktionalen Raum ein, der als Begegnungsort, Veranstaltungsfläche sowie Beratungs- und Seelsorgeangebot genutzt wird. Ziel ist es, Begegnung zu ermöglichen und die Aufenthaltsqualität im Sozialraum zu erhöhen.
Zwischen dem 22. September und dem 3. November fanden im Rahmen des Projekts ZEIT SPIEL PLATZ insgesamt sieben Spieltermine statt: fünf Nachmittage unter dem Titel „Gesellschaftsspiele für Jung und Alt – Kinder-, Familien- und Kennerspiele“ jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie zwei Abende unter dem Label „Gesellschaftsspiele am Abend – für Neulinge und Erfahrene“ von 17 bis 20 Uhr. Die Nachmittage zogen vor allem Familien mit Kindern und ältere Alleinstehende an, die Abende eher ältere Jugendliche und spielinteressierte Erwachsene.
An den Nachmittagen nahmen je nach Termin zwischen fünf bis zwölf Personen teil. Die beiden Abendveranstaltungen waren mit zehn bis achtzehn Teilnehmenden gut besucht.Die Spiele wurden durchgehend angeleitet – an den Nachmittagen durch einen hauptberuflich Mitarbeitenden des Zeitfensters, an den Abenden zusätzlich durch drei bis fünf ehrenamtliche Spieleerklärer:innen. Besonders häufig gespielt wurden niedrigschwellige Spiele wie„ Mantis“, „Gigamon“, „My Gold Mine“ und „Flip 7“. Ergänzt wurde das Angebot unter anderem durch „Just One“, „Werwörter“, „Love Letter“, „MicroMacro“, „Concept Kids“ und „Dorfromantik“. Die Spiele wurden aus Fördermitteln von Spiel des Jahres e. V. angeschafft und stehen dem Projekt dauerhaft für weitere Angebote zur Verfügung. Während der Spielzeiten war der Raum spürbar belebter als im regulären Betrieb. Neugierige Blicke von außen, Gespräche zwischen unterschiedlichen Altersgruppen und eine verlängerte Verweildauer prägten insbesondere die Nachmittage. Mehrfach saßen drei Generationen an einem Tisch. Ältere Besucher:innen ließen sich trotz anfänglicher Skepsis auf unbekannte Spiele ein und äußerten Freude über spielerische Erfolge. Auch Menschen mit Sprachbarrieren fanden über das gemeinsame Spiel einen niedrigschwelligen Zugang. Wiederholt wurde der Wunsch geäußert, ein begonnenes Spiel noch zu Ende zu spielen.
Die positive Resonanz hat dazu geführt, dass bereits drei weitere Spieltermine für Januar und Februar geplant sind.
Thomas Otte
Diakon in der Ev.-luth. Propstei Wolfenbüttel, Projektsteuerung und –koordination
