Gefördert: Hort im Kinder- und Familienzentrum KiWi in der Wilhelmsdorfer Vorstadt
om 17.11. bis zum 25.11. drehte sich im Hort der WIR-Grundschule im KiWi Kinder und Familienzentrum in Brandenburg an der Havel alles ums Spielen. Dank der Unterstützung des Vereins „Spiel des Jahres“ wurde unser Hort für zwei Wochen zu einem lebendigen Treffpunkt für Gesellschaftsspiele. Würfel rollten über die Tische, Karten wurden gemischt, Spielfiguren wanderten von Feld zu Feld und mittendrin Kinder, die ganz im Spiel versanken und dabei über sich hinauswuchsen.
Der KiWi Hort gehört zur WIR-Grundschule und ist Teil des KiWi Kinder und Familienzentrums in der Wilhelmsdorfer Vorstadt. Hier verbringen Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren ihren Nachmittag, kommen zur Ruhe, toben sich aus, spielen, lernen und erleben Gemeinschaft. Dass Spielen dabei weit mehr ist als bloßer Zeitvertreib, wurde in diesen Wochen besonders deutlich. Gesellschaftsspiele schufen Gesprächsanlässe, förderten Zusammenhalt und gaben den Kindern Raum, sich auf neue Weise zu zeigen.
Die neuen Spiele waren schnell der Renner. Viele Kinder, die zuvor kaum Berührung mit modernen Gesellschafts- und Kartenspielen hatten, saßen plötzlich konzentriert am Tisch, erklärten sich gegenseitig Regeln, diskutierten Spielzüge, entwickelten kleine Strategien und feuerten sich an. Gewinnen war dabei oft zweitrangig. Viel wichtiger war das gemeinsame Erlebnis, das Miteinander und der Spaß am Spiel. Besonders schön war zu beobachten, wie sich Kinder gegenseitig unterstützten und Erfolge gemeinsam feierten.
Gespielt wurde bewusst in altersgemischten Gruppen. Ältere Kinder übernahmen ganz selbstverständlich Verantwortung, erklärten geduldig und halfen weiter. Jüngere Kinder trauten sich Fragen zu stellen und wuchsen sichtbar an ihren Aufgaben. Jeder Spielenachmittag startete mit einer kurzen Einführung, danach wurde ausprobiert, neu begonnen, gelacht und nicht selten direkt die nächste Runde eingefordert. Oft verging die Zeit schneller als gedacht.
Ein echtes Highlight war der Spielenachmittag mit den Eltern zum Abschluss des Projekts. In entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen wurde gemeinsam gespielt, gelacht und ins Gespräch gekommen. Viele Eltern erlebten ihre Kinder dabei in einer ganz neuen Rolle. Als Regelprofis, geduldige Mitspieler und echte Teamplayer, die mit Stolz ihr Lieblingsspiel erklärten.
Besonders erfreulich ist, dass die Spielewochen nicht einfach mit dem Projektende vorbei waren. Die Spiele werden bis heute regelmäßig genutzt und sind fester Bestandteil unseres Hortalltags. Gemeinsam mit den Kindern haben wir ein klares System für den Umgang mit den Spielen und das Aufräumen entwickelt. So übernehmen die Kinder Verantwortung für das Material und sorgen selbst dafür, dass wir lange Freude daran haben.
Diese zwei Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, wie viel Freude gutes Spiel bringen kann und wie stark es verbindet. Wir sind sehr dankbar, Teil des Förderprogramms gewesen zu sein und hoffen, dass in unserem Hort noch lange Würfel rollen, Karten gemischt werden und neue Lieblingsspiele entstehen.
Moritz Friese
Stellvertretende Hortleitung
