Gefördert: SH Starke Hände gGmbH in Berlin
Die SH Starke Hände gGmbH ist ein freier Träger der Jugendhilfe. Wir organisiert an Sekundarschulen in Berlin das Ganztagsangebot. Neben eigenen Kursen, die wir den Schülerinnen anbieten gestalten wir auch gemeinsam mit Lehrer:innen multiprofessionelle Projekt für den Unterricht.
Ziel unseres Projektes war es Talente und Stärken der Schüler:innen durch Gesellschaftsspiele zu entdecken, die durch die regulären Unterrichtsanforderungen nicht sichtbar werden. Darum wollten wir mehr Brettspiele in den Unterricht und Ganztag einbeziehen.
Die Mehrheit der Schüler:innen war bisher vor allem mit klassischen Spielen, wie UNO, Mensch ärgere dich nicht oder Monopoly vertraut. Durch die Erweiterung unserer Spiele konnten viele Schüler:innen neue Spiele und vor allem neue Spielprinzipien kennenlernen. Besonders Spiele die keine komplexen Anleitung brauchten, bei denen man drauf los spielen konnte, wie z.B. „Trio“ und „The Mind“, erfreuten sich zu Beginn großer Beliebtheit. Wir mussten feststellen, dass die Spielauswahl, die zu einem größeren Teil auf komplexere Spiele ab 10 Jahren oder älter ausgerichtet war, wie „Rituals“ oder „Living forest“, einige Schüler:innen zu Beginn etwas überfordert hat. Um so schöner war es, zu sehen, dass einige sich darauf einließen und Woche um Woche versuchten die Spielprinzipien zu durchdringen. Schön war es mitzuerleben, wie Schüler:innen, deren Unterrichtsbeteiligung eher gering war, plötzlich viel Freude im Unterricht zeigten und sich aktiv beteiligten.
Mittlerweile organisieren 2 Lehrer:innen einmal wöchentlich im Anschluss an den Unterricht Spielenachmittage an der Schule zu dem alle interessierten Schüler:innen freiwillig kommen können. Im Ganztagsbereich gibt es einen Kurs in dem Schüler:innen sich sozial engagieren können. Hier hatten die Schüler:innen die Idee im benachbarten Stadtteilbüro oder nach Absprache in Kitas und Grundschulen Spielenachmittage zu organisieren bei denen sie Familien und Kindern Spiele erklären und dadurch das Gemeinschaftsgefühl und den Austausch im Stadtteil stärken. Auch mit einer nah gelegenen Bibliothek ist eine Kooperation im Aufbau, so das Schüler:innen als Peers dort Brettspielenachmittage begleiten und Spielregeln erklären.
Franziska Kaiser
Kurs- und Projektleitung
