Gefördert: Stadt Meersburg – Stadtbücherei Meersburg
Die Stadt Meersburg liegt landschaftlich reizvoll am Ufer des Bodensees. Mit über 6000 Einwohnern zählt sie zu den kleineren Städten der Bodenseeregion, zeichnet sich aber durch vielfältige kulturelle Aktivitäten aus. Die Stadtbücherei umfasst ca. 14 000 Medien und gehört zu den Institutionen der Stadt, in der sich Jung, Alt, Einheimische, Touristen und Geflüchtete begegnen. Darüber hinaus wird die Bücherei auch intensiv von Schulen, Hort und Kindergärten genutzt.
Die öffentliche Bibliothek ist ein wichtiger Ort für die Förderung von Bildung, Kultur und Gemeinschaft, gerade auch in einer digitalisierten Welt. Sie dient nicht nur als Ort zum Ausleihen von Medien, sondern auch als Zentrum für Begegnung, Weiterbildung und kulturelle Veranstaltungen. Sie soll ein offener, einladender Raum sein, in dem Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe zusammenkommen, lernen, sich inspirieren lassen und eine lebendige Gemeinschaft erleben können. Unser Ziel ist es, nicht nur ein Ort der Medienausleihe, sondern ein echter sozialer Treffpunkt zu sein, der Bildung, Kultur und Begegnung miteinander verbindet. Wir streben insbesondere eine Ausweitung integrativer Angebote an, die von allen Bevölkerungsgruppen – unabhängig von der sonstigen Bibliotheksnutzung – in Anspruch genommen werden können.

Im Jahr 2024 beteiligten wir uns an der Publikumsstudie „Sentobib“. Die Befragung erfolgte europaweit bei Kundinnen und Kunden von Bibliotheken. Ein Wunsch unserer Kundschaft war auch die Initiierung eines Spieletreffs. Diese Anregung haben wir gern aufgenommen.
Unser Ziel war es, im Jahre 2025 unter dem Namen „SpielZeit“ einen integrativen Spieletreff einzurichten, der die verschiedenen Bevölkerungsgruppen der Stadt noch enger zusammenbringen sollte. Auf diese Weise hofften wir einen zusätzlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen. Die „SpielZeit“ sollte vorzugsweise monatlich abends und/oder nachmittags stattfinden und allen Interessierten offen stehen. Hierbei war auch eine Kooperation mit dem Familientreff denkbar. Unser Wunsch war es, ein Angebot zu schaffen, das auch ohne oder nur mit wenig Sprachkenntnissen genutzt werden kann und damit niederschwellig erreichbar ist und integrierend wirkt.
Der Spieletreff fand seither drei Mal statt und erfreut sich wachsender Beliebtheit – die Nachfrage ist sehr groß. Waren es beim ersten Spieleabend noch drei Mitspieler, versammelten sich bei der Folgeveranstaltung bereits acht begeisterte Brettspieler. Die Idee, mit dem Spieletreff eine Verbindung zwischen und ein niederschwelliges Angebot für verschiedene Bevölkerungsgruppen zu schaffen, konnte dabei voll umgesetzt werden: die Altersspanne reichte von 12 bis über 60 Jahren, es kamen sowohl Büchereinutzer als auch Nicht-Nutzer – für uns eine Bestätigung, den Spieletreff weiter auszubauen und zu pflegen. Unser Ziel ist es, noch mehr dem Anspruch „integrativ“ gerecht zu werden und durch gezielte Ansprachen auch Menschen mit Behinderung oder geringen Sprachkenntnissen zu gewinnen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Treffen.
Regina Fleischmann
Leitung der Stadtbücherei Meersburg
