Gefördert: Förderverein der Schildrainschule Tuttlingen

Die Schildrainschule ist eine dreizügige Grundschule in Tuttlingen, Baden-Württemberg, und die größte Grundschule der Stadt. Derzeit besuchen etwas mehr als 300 Schülerinnen und Schüler unsere Schule.

Seit dem Schuljahr 2024/2025 treffen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 immer montags zu einem jahrgangsübergreifenden Projekt, das an unserer Schule als „Lerninsel“ bezeichnet wird. Ziel dieser Lerninseln ist es, dass sich Kinder aus unterschiedlichen Klassenstufen gemeinsam über ein halbes Schuljahr hinweg mit einem Thema ihrer Wahl auseinandersetzen. Mit den Lerninseln möchten wir unser Schulleben weiterentwickeln und den Interessen der Schülerinnen und Schüler stärker entgegenkommen. Die Kinder können aus einem vielfältigen Angebot Wünsche angeben und werden anschließend möglichst passend auf die Lerninseln verteilt. In jeder Lerninsel arbeiten etwa 20 Kinder zwei Unterrichtsstunden pro Woche gemeinsam an einem Thema.

Nachdenken im Labyrinth: „Kakerlakak“

Eine dieser Lerninseln trägt den Namen „Lernen durch Spielen“. Die Förderung durch den Verein Spiel des Jahres e.V. spielte für die Umsetzung dieser Lerninsel eine sehr wichtige Rolle. Vor der Förderung standen uns nur wenige geeignete Spiele zur Verfügung. Durch die Unterstützung konnten wir über 20 neue Spiele anschaffen und damit ein deutlich vielfältigeres Angebot für die Kinder schaffen.
Im Mittelpunkt der Lerninsel stand selbstverständlich der Spaß am Spielen. Es gab freie Spielzeiten, in denen die Kinder selbstständig Spiele auswählen und ausprobieren konnten. Darüber hinaus wurden einzelne Termine mit besonderen Schwerpunkten gestaltet, zum Beispiel: Strategiespiele, Sprachspiele, kooperative Spiele usw. Zudem mussten Spiele bewertet werden.

Rückblickend kam die Lerninsel „Lernen durch Spielen“ bei den Kindern sehr gut an. Die Schülerinnen und Schüler freuten sich jede Woche auf diese beiden Stunden und nutzten die neuen Spiele mit großer Begeisterung. Dabei zeigte sich, dass besonders Spiele mit einfachen Regeln, kurzer Spieldauer und schnellem Einstieg sehr häufig gespielt wurden. Besonders beliebt waren unter anderem „Kakerlakak“ und „Speed Cups“. Komplexere Spiele wie „Sky Team“ oder „Captain Flip“ waren für die meisten Kinder zu komplex. Diese wurden daher nur von einzelnen Viertklässlern gespielt, mussten von Seiten der Lehrkraft stark begleitet werden und kamen deutlich weniger zum Einsatz.

Selbst gebastelt ans Spielziel

Besonders wertvoll war zu beobachten, dass die Kinder im Verlauf der Lerninsel zunehmend sicherer im Erklären von Regeln, im gemeinsamen Aushandeln von Spielabläufen und im fairen Umgang miteinander wurden. Viele Kinder spielten auch mit Mitschülerinnen und Mitschülern zusammen, mit denen sie im regulären Schulalltag sonst weniger Kontakt haben.

Zum Abschluss des Projekts wurden die Kinder selbst zu Spieleautorinnen und Spieleautoren: Sie entwickelten eigene Spielideen, überlegten sich passende Regeln und konnten so ihre Erfahrungen aus der Lerninsel kreativ anwenden.

Viele der angeschafften Spiele werden inzwischen auch über die Lerninsel hinaus genutzt, so zum Beispiel im Rahmen der Ganztagsbetreuung. Dadurch wirkt die Förderung nachhaltig in unser Schulleben hinein und bereichert den Schulalltag vieler Kinder. Durch die Förderung konnten wir unser Spielangebot deutlich erweitern und den Kindern vielfältige Lern- und Begegnungsmöglichkeiten eröffnen.

Autor: Sascha Burkard
Lehrer

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