Die größten Evolutionsvorteile sind eben doch Empathie und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Paleolino trainiert beides – und bietet die schönsten Erdbeben der Spielgeschichte.
Von oben kullert Mammut Lino die Rohstoffe den Berghang hinunter. Unten vor den Höhlen warten die Kinder und haben sich hoffentlich gemerkt, wo das gelandet ist, was sie gerade am nötigsten brauchen. „Paleolino“ (von Marco Teubner und Peter Rustemeyer bei Hans im Glück) verbindet einen unwiderstehlichen 3-D-Aufbau mit Memo-Elementen und einem Loblied auf den Zusammenhalt. Gemeinsam müssen zehn Erfindungen realisiert werden, bevor die Rohstoffe ausgehen.

Zu schaffen ist das nur, wenn man einander hilft und beiseite steht. Marco Teubners kindgerechte Version von Peter Rustemeyers Kennerspiel des Jahres „Paleo“ erzählt vom anstrengenden Leben der Jägerinnen und Sammlern, vom Kampf ums Überleben, Schaffenskraft und Gemeinschaft. Und sie tut das auf sehr vergnügliche, stimmungsvolle Weise.
Und wenn es einmal hakt, wird bis zum Miniatur-Erdbeben auf den Tisch getrommelt. Auf dass bei allen der Groschen fällt.
Stefan Gohlisch
