Ein interaktiver Biet- und Baustreit um die besten Plätze in der Großstadt, bei dem es vor allem auf geschicktes Timing ankommt. „Grundstein von Metropolis“ (Emerson Matsuuchi, Kobold Spieleverlag) verwandelt das trockene Thema Stadtplanung in einen aufregend kurzweiligen Wettlauf, der vor allem konfrontativen Brettspiel-Fans gefallen wird.
Grundstein von Metropolis ist ein typischer Fall von „Easy to learn, hard to Stadtplan“. Über drei Runden bieten wir auf ausliegende Grundstücke, um möglichst geschickt zusammenhängende Gebiete vor unseren Mitstreitenden zu sichern. Schon hier stellt sich die erste Frage: Schnappe ich mir das günstige Grundstück, um es jemandem wegzunehmen, oder investiere ich mehr, um mir einen für mich wichtigen Straßenzug zu sichern?

Die zweite Herausforderung folgt direkt: Baue ich Wohngebiete für viele Siegpunkte oder erst kommerzielle Gebäude, um mehr finanziellen Spielraum zu haben? Das flott gespielte Spiel entwickelt durch diese Verzahnung einen hohen Wiederspielreiz. Eine vermeintlich sichere Taktik muss laufend an die Ereignisse am Tisch angepasst werden. Sondergebäude mit „Schmarotzer“-Effekten liefern zusätzlich einen Grund, den Mitspielenden ganz genau auf ihre schmutzigen Immobilienhaifinger zu schauen.
Manuel Fritsch
