Empfehlungsliste Spiel des Jahres: Wilmot’s Warehouse

Am Ende sind viele Gruppen überrascht, wie gut sie es hingekriegt haben, lachen über die kreativen Verknüpfungen, die unter Zugabe der eigenen Fantasie entstanden sind, berauschen sich am Erfolg der Gemeinschaft.

„Oh! Ah! Das sieht aber toll aus!“, tönt es. In die 150 plakativ bunten Symbolplättchen von „Wilmot’s Warehouse“ (von Ricky Haggett, Richard Hogg und David King bei CMYK) sind viele spontan verliebt. Dass wir als Lagerist*innen 35 davon verdeckt auf dem Spielplan anordnen und uns die Motive merken müssen, klingt zunächst weniger sexy. Aber: Wir schaffen das! Viel besser als gedacht. Mit Assoziationsketten.

Das Plättchen mit dem Sombrero kommt logischerweise neben die Krone. Und in dieselbe Abteilung passt später noch jener Umriss, den wir als Kopf identifizieren. Irgendwer muss die Hüte ja tragen. Neben dem Sombrero platzieren wir außerdem das gabelförmige Ding, in dem wir einen Kaktus erkennen. Und die Strahlen, weil: Sonne. Heiß. Mexiko. Wir ersinnen Zusammengehörigkeiten, spinnen kleine Geschichten, mäandern uns mit den Bildplättchen durchs Lager. Es muss keinen großen Sinn ergeben. Hauptsache, es fällt uns etwas später bei der Auflösung wieder ein. Lustig ist das, motivierend und einfach schön.

Udo Bartsch

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