Gefördert: Gemeinde Wiefelstede

Gefördert wurde das Jugendzentrum „FreiRaum“ In Wiefelstede. Aufgabe der Einrichtung ist es, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten in unterschiedlichen Lebenslagen zu unterstützen und zu begleiten. Die Pädagoginnen sind als feste Bezugspersonen für den Austausch und bei Problemen stets ansprechbar und aktiv vor Ort. Einen Zugang zu den Klient*innen kann unter anderem durch das gemeinsame Spielen und Zeit verbringen gegeben werden. Das begünstigt den persönlichen Zugang zu den Menschen und kann Vertrauen und die Beziehung zwischen pädagogischer Fachkraft und den Jugendlichen stärken.

Ein großer Teil innerhalb des Jugendzentrums ist der offene Jugendtreff. Dabei können Menschen im Alter von 10-27 Jahren sechsmal in der Woche das Jugendzentrum besuchen und ihre Zeit und Aktivitäten selbstständig einteilen. Neben dem offenen Angebot bieten wir zudem verschiedene Gruppenangebote an. Darunter fällt auch der Spieleabend, welcher als Projekt vorgestellt wurde. In einem Zeitfenster von drei Stunden ist es Jugendlichen ab 13 Jahren möglich, fern von digitalen Spielen an einem analogen Spieleabend teilzunehmen.

Das entstandene Projekt wurde von einem Bundesfreiwilligendienstler entwickelt und durchgeführt, welcher nach Ende seines Dienstes den Spieleabend als Honorarkraft weiterführte. Die Auswahl der unterschiedlichen Spiele kam bei den Jugendlichen sehr gut an. Es bedarf verschiedene Anforderungsbereiche und Spielniveaus. Beispielsweise wird bei Bomb Busters gemeinsam gespielt, was die Teamfähigkeit der Jugendlichen stärkt. „7 Wonders“ beispielsweise haben die älteren Jugendlichen, ab 18 Jahren vermehrt gespielt. Auch die Dauer der Spiele unterscheidet sich. „Elfenland“ oder auch „Catan“ wurde bei dem Spieleabend gerne mit viel Zeit gespielt, wohin „Qwixx“ oder „Trio“ eher für die kurze Zeit zwischendurch genutzt wurde.

Neben dem Projekt des Spieleabend wurden die Spiele auch im offenen Treff des Jugendtreffs verwendet. Das meist genutzte Spiel war dabei mit Abstand „Flip 7“. Das Spielen mit Risikobereitschaft hat allen sehr viel Spaß bereitet. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass Jugendliche vermehrt „Flip 7“ gespielt haben, welche in den letzten Jahren ausschließlich digitale Spiele konsumiert haben. Dabei war es möglich, nochmal anders mit den Kids in den Kontakt zu treten und in den Austausch zu kommen. Daraus entstand eine nähere Beziehungsarbeit, wodurch auch in Zukunft tiefgehender mit den Jugendlichen gearbeitet werden kann. Das Spiel wurde zu einem echten Renner, sodass wir im Jugendtreff bereits die neue Variante „Flip 7 with a vengeance“ getestet haben. Auch diese Version fang großen Anklang. Auch für die Spiele „Sea Salt & Paper“ und „Qwixx“ kamen im Laufe der Zeit noch Spielerweiterungen und -veränderungen hinzu.

Es ist somit anzumerken, dass durch die Förderung von Spiel des Jahres Kinder und Jugendliche vermehrt zu analogen Spielen tendieren. Die Jugendlichen greifen selbstständig zu unterschiedlichen Spielen und treten kommunikativ in Kontakt. Es eröffnet somit emotionale und soziale Fähigkeiten, welche nicht nur zwischen den Kindern und Jugendlichen selber, sondern auch mit den pädagogischen Fachkräften entsteht. Dadurch wird die Beziehung gestärkt, was unter anderem elementarer Bestandteil in der Sozialen Arbeit ist, um mit Menschen zu arbeiten.

Merit Kujawa
Sozialarbeiterin im FreiRaum Wiefelstede

Nach oben scrollen