Gefördert: Förderschule Schillerschule in Oberhausen

Die Schillerschule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Oberhausen. Unsere SchülerInnen haben kognitive und teils auch motorische Einschränkungen.

Im Rahmen der gestalteten Freizeit werden im Klassenverband gerne Spiele gespielt. Leider sind es oft die gleichen Spiele, wodurch die SchülerInnen oft zum Handy greifen, um sich in den Sozialen Medien zu bewegen.

Ziel des Projektes, der „Mobilen Spielothek“, ist es demnach den SchülerInnen den Zugang zu neuen Spielen zu ermöglichen, den Spaß an neuen Spielen zu fördern und eine Alternative zu digitalen Medien zu schaffen.

„Zauberberg“ in der Schillerschule

Aufgrund der beengten räumlichen Situation in der Schule musste eine mobile Lösung geschaffen werden. Entstanden ist ein Turm aus Eurokisten mit Klappen, welcher beliebig im Schulgebäude bewegt werden kann, so dass jede Klasse bei Bedarf Zugang auf diesen hat. In diesem Turm sind Spiele aus verschiedenen Kategorien, wie z.B. Kartenspiele, Kooperative Spiele, Brettspiele, Geduldsspiele.

Die Spiele sind so ausgesucht, dass die verschiedenen Entwicklungsziele unserer Schülerschaft unterstützen und fördern.
Einmal wöchentlich findet nun eine Spiele AG statt. In dieser sind Vertreter aus jeder Klasse.

In der AG werden die neuen Spiele erarbeitet und ausgiebig getestet. Es werden auch eigenständig Varianten entworfen und getestet. Die SchülerInnen werden so zu Experten für die mobile Spielothek und können dann ihr Wissen im Klassenverband teilen. Die SchülerInnen werden zu „Erklär-Bären“ und Multiplikatoren in der Klasse. Dies stärkt das Selbstbewusstsein und die Kommunikationsfähigkeit der SchülerInnen. Auch werden Spielvorschläge die von Peers kommen im Klassenverband leichter angenommen. Auf diese Weise erhöht sich das Spielerepertoire der ganzen Klasse spielerisch.
Insgesamt wurde das Projekt sehr gut angenommen und ist somit eine Bereicherung für das komplette Schulleben.

Spielerisch werden auf diese Weise soziale, emotionale und auch kognitive Kompetenzen gefördert und das Miteinander im Schulalltag gestärkt. Neuem wird mit Neugier begegnet und nicht mit Angst, was die Komfortzone der SchülerInnen erweitert.

Das gemeinsame Spielen wird immer mehr zur gemeinsamen Zeit mit Freunden und entwickelt sich immer weiter weg vom reinen Zeitvertreib und Freizeitgestaltung.

Mittlerweise wird der Turm oft in den Pausen und gestalteten Freizeiten ausgeliehen und die Spiele AG ist fester Bestandteil des Stundenplanes. Langfristig sollen die SchülerInnen halbjährlich wechseln, um mehreren SchülerInnen den Zugang zu ermöglichen.

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