Gefördert: Bezirksmuseum Dachau

Die Geschichte des Bezirksmuseum Dachau erstreckt sich inzwischen auf über 120 Jahre. In seiner Sammlung spiegelt sich das vielfältige kulturelle Erbe des Dachauer Landes wider. Untergebracht in einem Amtsgebäude des späten 18. Jahrhunderts in der Dachauer Altstadt, zieht es durch seine qualitätvolle Sammlung, interessante Sonderausstellungen und ein abwechslungsreiches Programm Gäste aus der Region und Oberbayern an.

Mit Hilfe der Förderung konnte das Museum zu seiner Sonderausstellung „Die Welt im Spiel. Brettspiele aus 200 Jahren“ (9. Mai 2025 – 22. Februar 2026) ein gezielt auf das Thema der Ausstellung abgestimmtes museumspädagogisches Konzept für Schulklassen und ein speziell zur Ausstellung passendes Begleitprogramm im Museum anbieten.

„Bomb Busters“ zwischen musealer Ausstellung

In einem Workshop, der Familien-Holzwerkstatt, bauten Erwachsene und Kinder gemeinsam unter Anleitung eines Bildhauers selbst ersonnene Spiele, die sie aus Naturmaterialen anfertigten und die nun den häuslichen Spielebestand um ein unverwechselbares Stück bereichern. Aufgrund des Zuspruchs wurde das besondere Veranstaltungsangebot ein zweites Mal angeboten.

Mehrere Spielnachmittage im Museum sowie in Kooperation mit einem Café in der Altstadt boten die Möglichkeit, verschiedene Spiele auszuprobieren. Unmittelbar nach Bekanntgabe des „Spiel des Jahres 2025“ präsentierte das Bayerische Spiele-Archiv im Innenhof des Museums die nominierten Spiele sowie den Sieger. Alle konnten anschließend bei lauem Sommerwetter von den Besucher:innen ausprobiert werden.

Das absolute Highlight im umfangreichen Rahmenprogramm zur Brettspiele-Ausstellung war jedoch sicher das außergewöhnliche Schach-Event, das von der Schach- und Kulturstiftung G.H.S. fachlich durchgeführt wurde. Bei einem synchron auf Leinwand übertragenen und kommentierten Live-Match ging es nicht nur für Spieler und Zuschauer:innen überaus spannend zur Sache. Es kam auch ein einzigartiges Exponat der Ausstellung zum Einsatz: das von dem österreichischen Komponisten Arnold Schönberg (1874–1951) entwickelte Koalitionsschach für vier Spieler.

Für das Schulklassen-Programm wurde mithilfe der Unterstützung von „Spiel des Jahres“ ein Interview mit einem lokalen Spieleentwickler durchgeführt und ins von museumspädagogischem Fachpersonal entwickelten Schulklassenprogramm eingebaut. Insgesamt erlebten knapp 1.000 Schulklassenkinder über alle Schularten und -stufen hinweg dadurch die spannende Welt der Brettspiele in unserer Ausstellung.

Ursula K. Nauderer, Leitung Bezirksmuseum und Kuratorin der Ausstellung „Die Welt im Spiel“

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