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	<title>Stephan Kessler Archive &#8211; Spiel des Jahres</title>
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	<title>Stephan Kessler Archive &#8211; Spiel des Jahres</title>
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		<title>Kritikenrundschau: Dewan – Zivilisation im Morgenrot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 05:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Michaela Poignée]]></category>
		<category><![CDATA[Kritikenrundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Schrapers]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kessler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl.jpg 600w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />Wenn der Tag beginnt, geht es los mit der Besiedlung: In „Dewan“ (Johannes Goupy und Yoann Levet, bei Space Cowboys) treten junge Zivilisationen gegeneinander an, um ein Gebiet für die besten Rohstoffe (und die meisten Siegpunkte) zu besiedeln. Mitglieder der Jury Spiel des Jahres sind mit ihren Zelten im Gepäck angetreten, um sich das Spielgebiet [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-dewan-zivilisation-im-morgenrot/">Kritikenrundschau: Dewan – Zivilisation im Morgenrot</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_cover_kl.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />
<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Tag beginnt, geht es los mit der Besiedlung: In „Dewan“ (Johannes Goupy und Yoann Levet, bei Space Cowboys) treten junge Zivilisationen gegeneinander an, um ein Gebiet für die besten Rohstoffe (und die meisten Siegpunkte) zu besiedeln. Mitglieder der Jury Spiel des Jahres sind mit ihren Zelten im Gepäck angetreten, um sich das Spielgebiet mal genauer anzuschauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir bauen Lager, um damit Aufträge zu erfüllen. Beispielsweise soll ich drei Lager in unterschiedlichen Berggebieten haben, zwei in unterschiedlichen Wüstengebieten. Besitze ich weitere Aufträge, die Lager in Bergen oder Wüsten verlangen, könnte ich dieselben Lager nochmals werten“, erklärt <strong>Udo Bartsch</strong> das Spiel. „Um zu bauen, spiele ich Terrainkarten. Ich wähle irgendeines meiner Lager als Ausgangspunkt. Und dessen Feld, mein Zielfeld und jedes Feld, das ich dazwischen überbrücken muss, kosten mich eine passende Terrainkarte. Baue ich ein Lager gleich auf dem Nachbarfeld, kostet dies zwei Karten. Sind zwei Felder dazwischen, kostet es vier. Bin ich am Zug, nehme ich entweder zwei nebeneinander liegende Terrainkarten aus dem Markt oder ich baue.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="555" height="630" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan-3558380136439-3dboxl-web-1-555x630.png" alt="" class="wp-image-35292" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan-3558380136439-3dboxl-web-1-555x630.png 555w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan-3558380136439-3dboxl-web-1-264x300.png 264w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan-3558380136439-3dboxl-web-1-768x873.png 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan-3558380136439-3dboxl-web-1-500x568.png 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan-3558380136439-3dboxl-web-1-800x909.png 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan-3558380136439-3dboxl-web-1.png 970w" sizes="(max-width: 555px) 100vw, 555px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Will man gewinnen, sollte man die Angelegenheit schon ab dem ersten Zug durchplanen“, schreibt Bartsch. Timing und Tempo seien in „Dewan“ entscheidend. „Muss ich einmal zu häufig Karten nehmen, habe ich ein Lager weniger als die anderen. Das muss nicht total schlimm sein, aber gut ist es sicherlich nicht. Einen einzigen Zug im Finale noch machen zu dürfen oder nicht, kann in ‚Dewan‘ entscheidend sein. Das macht das Spiel spannend. Jede Einzelheit ist wichtig.“ Für Bartsch ist „Dewan“ ein „elegantes Spiel“, das sich „verdichtet und beschleunigt“ zeigt. „Es steckt nach meiner Auffassung eine Menge Autorenkönnen in ‚Dewan‘“, schreibt Bartsch. „Und doch: Das Spiel packt mich nur auf der intellektuellen Ebene, mein Herz erreicht es nicht. Letztendlich ist dafür wohl die Strenge des Spiels verantwortlich, die geringe Fehlertoleranz, das punktgenaue Durchrechnen“, meint er. „Ich mag es mehr, wenn ich zur Analyse nicht gezwungen bin und auch mit halb guter Planung zumindest halb gute Gewinnchancen habe. Und ich mag es nicht, wenn in Spielen mit starkem Planungscharakter im Finale dann Unplanbares wie der Kartenmarkt oder ein von irgendwem und ohne böse Absicht in den Weg gesetztes Lager über viele Punkte entscheiden.“ In seinen Spielegruppen gehöre das Spiel jedoch zu den beliebtesten Spielen des Jahrgangs.<sup data-fn="de7cc64a-4511-4641-a35d-db6f14af3686" class="fn"><a href="#de7cc64a-4511-4641-a35d-db6f14af3686" id="de7cc64a-4511-4641-a35d-db6f14af3686-link">1</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für <strong>Michaela Poignée</strong> „läuft das Spiel schön flüssig vor sich hin“. Vorteil des Spiels sei es, dass es „sehr, sehr interaktiv“ ist: „Ich muss immer gucken: Was machen meine Mitspieler?“, sagt sie. Gerade auch die beiliegenden Varianten machen das Spiel interessant, weil sie sich „richtig schön unterschiedlich“ spielten. „Dewan“ sei sehr „kurzweilig“. Ihr Fazit: „Ich mag das Spiel total gerne, es hat einen richtig schönen Flow.“<sup data-fn="e7a71fa2-3d1a-401e-b739-d7bb618b515b" class="fn"><a href="#e7a71fa2-3d1a-401e-b739-d7bb618b515b" id="e7a71fa2-3d1a-401e-b739-d7bb618b515b-link">2</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harald Schrapers</strong> findet „reizvolle Planungsmöglichkeiten“ auf dem Spielplan. „Strategisch wichtig ist zudem, dass das Spiel abrupt enden kann“, schreibt er. „Es wird nicht darauf geachtet, dass alle gleich viele Lager verbauen dürfen. Sobald jemand sein neuntes Lager setzt, wird die Schlussrunde eingeläutet.“ Das erforderte aufmerksame Planung. „Es kann passieren, dass man am Ende mehrere Ziele knapp verfehlt – etwa, weil genau ein Lager auf grünem Terrain fehlt. Das fühlt sich mitunter ungerecht an.“ Das sei allerdings auch die Herausforderung des Spieles: „Effizient spielen und keinen Schritt verschenken.“ Der gemeinsame, in jeder Partie anders aufgebaut Spielplan lasse „spürbare Interaktion“ entstehen. „Immer wieder wird ein gewünschter Lagerplatz von jemand anderem besetzt, sodass man umplanen muss. Dieser direkte Einfluss gefällt mir gut und sorgt für einen lebendigen Spielverlauf“, schreibt Schrapers.<sup data-fn="9c560101-66d0-40fc-8590-27a759693e94" class="fn"><a href="#9c560101-66d0-40fc-8590-27a759693e94" id="9c560101-66d0-40fc-8590-27a759693e94-link">3</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="630" height="505" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_3558380136439_inhalt_web_7b10e24c7f-1-630x505.png" alt="" class="wp-image-35294" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_3558380136439_inhalt_web_7b10e24c7f-1-630x505.png 630w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_3558380136439_inhalt_web_7b10e24c7f-1-300x240.png 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_3558380136439_inhalt_web_7b10e24c7f-1-768x615.png 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_3558380136439_inhalt_web_7b10e24c7f-1-500x401.png 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_3558380136439_inhalt_web_7b10e24c7f-1-800x641.png 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/05/dewan_3558380136439_inhalt_web_7b10e24c7f-1.png 1176w" sizes="(max-width: 630px) 100vw, 630px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nico Wagner</strong> und <strong>Stephan Kessler</strong> unterhalten sich im Podcast über das Spiel. Für Kessler „werden im positivsten Sinne Mechanismen kombiniert“. Interessant seien die vielen Optionen, sich auszubreiten. Es spiele sich völlig anders – abhängig von der Entscheidung: „Ich gehe nach links oder ich gehe nach rechts.“ Das Spiel dauere nicht sehr lange, sagt er. „Mit wenigen Regeln habe ich das komplette Spielgefühl.“ Auch ohne die beiliegenden, unterschiedlichen Spielmodi findet Kessler: „Das gibt so viel her, dass ich da weiterspielen wollte. Ich sehe sehr viel Potential in dem Spiel.“ Nur die Auftragskarten seien „vielleicht etwas uninspirierter als der Rest“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wagner sieht in „Dewan“ „ein richtiges, klassisches Brettspiel, wie man es sich vorstellt – mit so ein bisschen Wüste, Berg und Wald, ich habe Hexfelder, ein paar kleine Holzmarkerchen in Zeltform. Das fühlt sich an wie so um die 2000er, in positivem Sinne.“ Ihm gefällt der Zwiespalt zwischen der immer wieder aufkommenden Entscheidung, ein Feld zu besetzen oder Karten zu sammeln, um sich damit später besser auf dem Spielbrett bewegen zu können. „Einmal zu lang gedacht, zack, ist das Feld weg.“ Allerdings ist ihm das Spielende zu „tough“: „Hinten raus ist die Möglichkeit, mich wehren zu können gegen das, was mir gleich blüht, eingeschränkt, weil ich mit meinem Zelt das Spielende auslöse. Was ich gar nicht will. Ich würde gerne an Ressourcen rankommen, ohne bauen zu müssen“, sagt er.<sup data-fn="4fcbb856-0c2e-41e7-ad92-a02b5603779b" class="fn"><a href="#4fcbb856-0c2e-41e7-ad92-a02b5603779b" id="4fcbb856-0c2e-41e7-ad92-a02b5603779b-link">4</a></sup></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="de7cc64a-4511-4641-a35d-db6f14af3686"><a href="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/2026/04/dewan.html" id="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/2026/04/dewan.html">Rezensionen für Millionen: Dewan</a> <a href="#de7cc64a-4511-4641-a35d-db6f14af3686-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li><li id="e7a71fa2-3d1a-401e-b739-d7bb618b515b"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=8z6A_Oh30yw" id="https://www.youtube.com/watch?v=8z6A_Oh30yw">Die Brettspieltester: Dewan</a> <a href="#e7a71fa2-3d1a-401e-b739-d7bb618b515b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li><li id="9c560101-66d0-40fc-8590-27a759693e94"><a href="https://www.gamesweplay.de/dewan.html" id="https://www.gamesweplay.de/dewan.html">Games we play: Dewan</a> <a href="#9c560101-66d0-40fc-8590-27a759693e94-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren">↩︎</a></li><li id="4fcbb856-0c2e-41e7-ad92-a02b5603779b"><a href="https://brettagoge.de/273-acht-spiele-mit-super-ton/" id="https://brettagoge.de/273-acht-spiele-mit-super-ton/">Brettagogen #273</a> <a href="#4fcbb856-0c2e-41e7-ad92-a02b5603779b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren">↩︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-dewan-zivilisation-im-morgenrot/">Kritikenrundschau: Dewan – Zivilisation im Morgenrot</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kritikenrundschau: „Pili Pili“ – stechende Schärfe</title>
		<link>https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-pili-pili-stechende-schaerfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 07:15:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritikenrundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Schrapers]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Fuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Gohlisch]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kessler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Schärfe ist so eine Sache: Es kann schnell zu viel sein. Was genau zu viel ist, ist jedoch eine sehr individuelle Sache. Fest steht: Ein gutes Chili ist eine feine Sache – gerade, wenn es lange köchelt. Für „Pili Pili“ (Benjamin Brissy und Jean-Baptiste Campion bei ATM Gaming) sind die Jurymitglieder in ihren jeweiligen Medien [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-pili-pili-stechende-schaerfe/">Kritikenrundschau: „Pili Pili“ – stechende Schärfe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_qu.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />
<p class="wp-block-paragraph">Schärfe ist so eine Sache: Es kann schnell zu viel sein. Was genau zu viel ist, ist jedoch eine sehr individuelle Sache. Fest steht: Ein gutes Chili ist eine feine Sache – gerade, wenn es lange köchelt. Für „Pili Pili“ (Benjamin Brissy und Jean-Baptiste Campion bei ATM Gaming) sind die Jurymitglieder in ihren jeweiligen Medien mal kurz unter die Foodblogger gegangen und haben das Aroma des scharfen Stichspiels intensiv getestet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„‚Pili Pili‘ ist ein Stichvorhersagespiel: Es gibt keine Farben, Trümpfe oder Bedienregeln. Sondern die Karten sind von 1 bis 55 durchnummeriert, und die höchste gewinnt den Stich“, erklärt <strong>Udo Bartsch</strong> das Spiel. „Für jede Runde wird eine von 36 Missionskarten gezogen. Sie gibt die Handkartenzahl und die Regelmodifikation der laufenden Runde vor: dass nicht null Stiche angesagt werden dürfen, dass sämtliche Karten verdeckt gespielt werden müssen oder dass nach der Vorhersage drei Karten im Uhrzeigersinn weitergegeben werden. Die Stichvorhersagen dürfen in Summe nicht aufgehen. Haben wir sechs Handkarten, dürfen wir in Summe also nicht sechs Stiche ansagen. Für jede Abweichung zwischen prognostizierten und gewonnen Stichen erhalte ich eine Chilischote. Mit sechs Chilis habe ich verloren, und die Person mit den wenigsten Chilis gewinnt.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="337" height="474" class="wp-image-35173" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_tr.png" alt="" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_tr.png 337w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pili_tr-213x300.png 213w" sizes="auto, (max-width: 337px) 100vw, 337px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für Bartsch dauere „Pili Pili“ oft zu lang. „Ich habe teilweise erlebt, dass das Spielende sogar herbeigesehnt wurde. Daran änderte auch die ständige Veränderung durch die Missionskarten nichts. Manche der 36 Missionen unterscheiden sich ohnehin nur geringfügig voneinander“, schreibt er. „Es wäre sinnvoller, ‚Pili Pili‘ endete nach einer festen Zahl von Runden, nicht nach einer festen Zahl von Chilis.“ Das Spiel spalte seine Runden, manche seiner Mitspieler:innen seien von dem Spiel „merklich begeistert“. „‚Pili Pili‘ knüpft an Bekanntes und Bewährtes an (‚Wizard‘, ‚Rage‘ &amp; Co.) und ist zudem niedrigschwelliger, weil man keine Farben beachten muss und alle Stich- und Bedienregeln entfallen. Die Stärke eines Blattes ist leichter einzuschätzen“, schreibt Bartsch. „Die Missionen sind der Überraschungs- und auch Komplexitätsfaktor, der zum Mitdenken zwingt und jede Runde ein bisschen anders macht.“ Bartsch ist nicht wirklich von „Pili Pili“ überzeugt: „Manche Missionen werfen Regelfragen auf. Selbst wer eigentlich Geber:in der jeweils nächsten Runde ist (und somit zuerst vorhersagt und ausspielt), bleibt offen. Und so schön Abwechslung durch Missionen ist: Nicht alle Missionen sind pfiffig, und manche sind schlichtweg entbehrlich.“<sup class="fn" data-fn="d39f2cf0-a7ef-4daa-acac-f69f9db3f636"><a id="d39f2cf0-a7ef-4daa-acac-f69f9db3f636-link" href="#d39f2cf0-a7ef-4daa-acac-f69f9db3f636">1</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <strong>Martina Fuchs</strong> kommen die Bestandteile von „Pili Pili“ bekannt vor. Die Länge des Spiels liegt bei ihr statt der angegebenen 30 Minuten „eher bei 50, 60 Minuten. Da wird schon die Frage am Tisch laut, ob man nicht verkürzen kann.“ Auch „bei der Stichvorhersage krankt das Spiel ein bisschen, weil ich ganz häufig auf Sicherheit gehe. Wenn ich kann, sage ich halt eine Eins an“, sagt sie. „Stiche nicht zu bekommen ist ja oft einfacher als Stiche zu bekommen.“ Auch Fuchs ist nicht mit allen Missionskarten einverstanden – manche seien eintönig. Es lägen aber genug Missionskarten bei, sodass man sie einfach austauschen könne. Ihr Fazit: „Wir haben ein kurzes runtergebrochenes Spiel, das schnell erklärt ist, aber auch eine gewisse taktische Tiefe hat“, sagt sie. „Es macht in dieser Verbindung der einzelnen Mechanismen Lust zu spielen.“<sup class="fn" data-fn="f131e7d7-0aaa-46df-8667-3a59d71b917c"><a id="f131e7d7-0aaa-46df-8667-3a59d71b917c-link" href="#f131e7d7-0aaa-46df-8667-3a59d71b917c">2</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" class="wp-image-35190 aligncenter" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/pilipili1_-630x480.jpg" alt="" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für <strong>Stefan Gohlisch</strong> sind die Regelvariationen im positiven Sinne „der pure Irrsinn: Mal muss man sich seine Karten unbesehen vor die Stirn halten und ohne Information über die eigene Kartenhand (wohl aber über die der anderen) ansagen. Mal gibt man die gesamte Kartenhand weiter. Mal hat man nur drei Sekunden Zeit, sich die Karten einzuprägen, und spielt danach die Karten quasi blind aus. Mal darf man zwar vorsortieren, aber muss fortan immer nur eine der beiden Karten außen ausspielen. Das ist anarchisch, aber sehr lustig“, schreibt er und plädiert dafür, das Spiel in größeren Runden zu spielen. Sein Urteil: „‚Pili Pili‘ nimmt das grundlegendste Prinzip seines Genres und denkt es wieder und wieder mit großer Fantasie neu. Das Ergebnis ist womöglich das beste Stichspiel des Jahres: echt scharf.“<sup class="fn" data-fn="03c7b9d0-2109-497f-a411-663863509748"><a id="03c7b9d0-2109-497f-a411-663863509748-link" href="#03c7b9d0-2109-497f-a411-663863509748">3</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für <strong>Harald Schrapers</strong> gehen einige der Regelvarianten „tatsächlich schon ins Alberne“, was aber gut zum Spiel passe, dem er sehr viel Spielreiz attestiert. „Verzichtet man auf unterschiedliche Farben, einen Trumpf oder Bedienzwang, ist das Fachwissen der Stichspiel-Experten (insbesondere aus dem Subgenre Stichansage) hinfällig“, lobt er das einfache Konzept. Dass die in der Anleitung festgelegte Spieldauer nicht gut gelungen sei, hält er für unproblematisch. „Man kann sich darauf einigen, eine vorab festgelegte Zahl an Durchgängen zu spielen. Für Spielspaß ist ohnehin gesorgt.“<sup class="fn" data-fn="9b9b3502-c3f5-4a88-91e7-cba707df4c21"><a id="9b9b3502-c3f5-4a88-91e7-cba707df4c21-link" href="#9b9b3502-c3f5-4a88-91e7-cba707df4c21">4</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nico Wagner</strong> und <strong>Stephan Kessler</strong> wagen sich gemeinsam an das scharfe Chiligericht. Für Wagner ist „Pili Pili“ „eines dieser Kartenspiele, in das man ganz simpel einsteigen kann und eines dieser Spiele, mit dem man Leute abholen kann, die sagen: Eigentlich spiele ich nicht so gerne.“ Er sei erstaunt, „wie gut das in meinen Spielerunden ankommt.“ Die Varianz durch die unterschiedlichen Missionskarten gefalle ihm.<br />Kessler fühlt sich von „Pili Pili“ nicht ganz abgeholt, „weil ich immer gedacht habe: das kenne ich schon“. Das Spiel biete ihm kein neues Spielgefühl. „Das kritisiere ich aber nicht an dem Spiel selbst, sondern an mir“, sagt er. Er sei schließlich kein Wenigspieler. Für einen Einstieg in Spiele sei es sicherlich das Richtige.<sup class="fn" data-fn="319c1ff6-3829-4789-909a-f02d6bd27a64"><a id="319c1ff6-3829-4789-909a-f02d6bd27a64-link" href="#319c1ff6-3829-4789-909a-f02d6bd27a64">5</a></sup></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="d39f2cf0-a7ef-4daa-acac-f69f9db3f636"><a href="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/" id="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/">Rezensionen für Millionen: Pili Pili</a> <a href="#d39f2cf0-a7ef-4daa-acac-f69f9db3f636-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li><li id="f131e7d7-0aaa-46df-8667-3a59d71b917c"><a href="https://www.fuxundbaer.de/pili-pili-ist-das-gut-oder-kann-das-weg-folge-073" id="https://www.fuxundbaer.de/pili-pili-ist-das-gut-oder-kann-das-weg-folge-073">Fux&amp;Bär: Pili Pili &#8211; Ist das gut oder kann das weg?</a> <a href="#f131e7d7-0aaa-46df-8667-3a59d71b917c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li><li id="03c7b9d0-2109-497f-a411-663863509748"><a href="https://www.haz.de/kultur/regional/warum-pili-pili-das-schaerfste-stichspiel-des-jahres-ist-P7LXNECJPNBLNKLSDFESHLMOUU.html" id="https://www.haz.de/kultur/regional/warum-pili-pili-das-schaerfste-stichspiel-des-jahres-ist-P7LXNECJPNBLNKLSDFESHLMOUU.html">Hannoversche Allgemeine Zeitung: Warum Pili Pili womöglich das beste Stichspiel des Jahres ist</a>  <a href="#03c7b9d0-2109-497f-a411-663863509748-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren">↩︎</a></li><li id="9b9b3502-c3f5-4a88-91e7-cba707df4c21">Spielbox 2/26: Scharfe Strafe <a href="#9b9b3502-c3f5-4a88-91e7-cba707df4c21-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren">↩︎</a></li><li id="319c1ff6-3829-4789-909a-f02d6bd27a64"><a href="https://brettagoge.de/276-aller-guten-dinge-sind-9-aber-zum-dritten-mal/" id="https://brettagoge.de/276-aller-guten-dinge-sind-9-aber-zum-dritten-mal/">Brettagogen #276</a> <a href="#319c1ff6-3829-4789-909a-f02d6bd27a64-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren">↩︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-pili-pili-stechende-schaerfe/">Kritikenrundschau: „Pili Pili“ – stechende Schärfe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Kritikenrundschau: Kavango – Platz da im Habitat</title>
		<link>https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-kavango-platz-da-im-habitat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 08:34:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Michaela Poignée]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Franke]]></category>
		<category><![CDATA[Kritikenrundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Fritsch]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Schrapers]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Das Kavango-Zambesi-Schutzgebiet im südlichen Afrika braucht vor allem eines: Schutz. Es liegt im Grenzgebiet von Angola, Botswana, Namibia und Simbabwe und ist etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland. Das bedeutet natürlich auch: viel Platz für Biodiversität zwischen Gräsern, Termiten, Elefanten und Impala-Antilopen. Und darum, das Gebiet zu schützen, zu beforschen und Flora und Fauna anzusiedeln [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-kavango-platz-da-im-habitat/">Kritikenrundschau: Kavango – Platz da im Habitat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_titel.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />
<p class="wp-block-paragraph">Das Kavango-Zambesi-Schutzgebiet im südlichen Afrika braucht vor allem eines: Schutz. Es liegt im Grenzgebiet von Angola, Botswana, Namibia und Simbabwe und ist etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland. Das bedeutet natürlich auch: viel Platz für Biodiversität zwischen Gräsern, Termiten, Elefanten und Impala-Antilopen. Und darum, das Gebiet zu schützen, zu beforschen und Flora und Fauna anzusiedeln geht es in „Kavango“ (Matt Brown und Zara Reid bei Schmidt). Da die Mitglieder der Jury Spiel des Jahres immer gerne dabei sind, wenn es darum geht, den Planeten ein wenig besser zu machen, haben sie in ihren jeweiligen Medien das Spiel besprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Kern des Spiels sind 160 Karten, auf denen unterschiedliche Tiere sowie ein paar Bäume und Gräser abgebildet sind. Aus diesen bauen wir unser persönliches Reservat auf. Wir spielen parallel und überlegen, welches Tier am besten passt“, erklärt <strong>Harald Schrapers</strong> das Spiel. „Ohne Pflanzen, Wirbellose und Fische funktioniert hier nichts – es gibt keine Nahrungskette und kein Leben im Reservat. Das Zebra frisst Gräser. Der Löwe frisst das Zebra. Dabei wird jedoch niemand wirklich gefressen. Wenn ich die Löwenkarte spiele, reicht es, wenn ich das Zebra bereits ausliegen habe – und es bleibt dann auch liegen. In ‚Kavango‘ wird auch die Finanzierung von Naturschutzorganisationen thematisiert. Ich brauche Geld, um in Habitat-, Klima- und Wildtierschutz zu investieren.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="569" height="630" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_tr-569x630.png" alt="" class="wp-image-35058" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_tr-569x630.png 569w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_tr-271x300.png 271w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_tr-768x850.png 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_tr-500x554.png 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_tr-800x886.png 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_tr.png 903w" sizes="auto, (max-width: 569px) 100vw, 569px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Thematisch, so Schrapers, sei das „allerdings eher abstrakt umgesetzt. Das liegt auch daran, dass das Geld nicht in Münzen oder Scheinen auf dem Tisch liegt, sondern in Form kleiner Holzwürfelchen.“ Gleichzeitig stören ihn Ungenauigkeiten in den Karten: „Die Karten, die den Beginn der Nahrungskette darstellen, werden hochtrabend als ‚Produzenten‘ bezeichnet. Da hier aber auch Wirbellose und Fische dazugehören, widerspricht dies der allgemeingültigen Terminologie, denn dort gelten ausschließlich Pflanzen und Algen als ‚Produzenten‘. Im Anhang der Spielanleitung wird dies auch so dargestellt – aber warum dann erst so einen unpassenden Begriff ins Spiel bringen?“, schreibt er. Außerdem kritisiert Schrapers das Material: „Schmidt Spiele produziert stolz in Deutschland und verzichtet konsequent auf Kunststoff sowie auf eine Fertigung in China, was sehr lobenswert ist! Trotzdem fragt man sich, warum vier riesige Tableaus mit je drei mal acht Feldern beiliegen, die funktionslos sind, denn mein Reservat ist gar nicht auf 24 Felder begrenzt“, schreibt er. Das Haupttableau sei überflüssig. Ansonsten spiele sich – bis auf das Herumreichen der Karten nach jedem Zug &#8211; das Spiel eher „solitär“: „Es gibt keinen Wettbewerb um die punkteträchtigen Forschungsaufträge. Alle haben die gleiche Chance und die Reihenfolge ist egal. ‚Kavango‘ spielt sich deshalb sehr konsequent: Es gibt kein Gerangel an Nebenschauplätzen, sondern die Konzentration liegt auf dem Wesentlichen“, schreibt er. Forschungsaufträge sind die Leitplanken, innerhalb derer wir uns mit unseren taktischen Ideen bewegen. Das Spiel spiele sich „gemütlich“. Dennoch hat Schrapers auch viel Lob für „Kavango“ übrig: „Hier merkt man sofort, dass der Autorin und dem Autor der afrikanische Naturschutz wirklich am Herzen liegt. Ob wir Europäer uns anmaßen sollten, dort aktiv zu sein, oder ob wir es sogar müssten, weil manche Herausforderungen aus den Verwüstungen des Kolonialismus resultieren, ist durchaus diskussionswürdig. Wenn ein Spiel dazu anregt, darüber nachzudenken, hat es bereits viel erreicht“, schreibt er und findet es „thematisch stark, mechanisch rund und wunderbar variabel spielbar – ob zu zweit, zu dritt oder zu viert“.<sup data-fn="b3eed0fa-081b-4f59-b2e7-c52d9a89478f" class="fn"><a href="#b3eed0fa-081b-4f59-b2e7-c52d9a89478f" id="b3eed0fa-081b-4f59-b2e7-c52d9a89478f-link">1</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Udo Bartsch</strong> findet in „Kavango“ ein „opulentes Spiel“. Ein wenig zu opulent: „Samt Inhalt wiegt die Schachtel so viel wie eine ausgewachsene Bindenfischeule, also knapp mehr als zwei Kilogramm. Das liegt vor allem an den dicken Pappplänen. Die Reservate erinnern gestalterisch an verlassene Großparkplätze vor insolventen Möbelhausketten. Jedes Tier bekommt seine eigene Haltebucht. Warum man die Karten nicht platzsparender einfach auf den Tisch legen soll, erschließt sich nicht“, kritisiert Bartsch. Dennoch wirke das Spiel „naturbewegt“. „Viele Details offenbaren, dass die Autorin und der Autor vom Fach sind und sich vor Ort ökologisch engagieren“, schreibt Bartsch. „Das trendige Tierthema wurde nicht einem Spielkonzept nur aufgepfropft.“ Ein Mix aus bewährten Spielprinzipien setze es das Thema „gelungen in Szene“.  „Nur die hakelige Unterscheidung zwischen drei Arten Insekten wirft unnötige Probleme auf. Ansonsten harmoniert alles und spielt sich wunderbar fließend und weitgehend selbsterklärend. Wir können in Ruhe vor uns hinbasteln, trotzdem ist längst nicht alles planbar. Aufträge passen rein oder auch nicht. Tiere, die ich allzu gerne schützen würde, schlüpfen anderswo unter. Ein bisschen Konkurrenz und Ärger ist dabei. Am Ende aber überwiegt das schöne Gefühl, etwas Gutes getan und den hässlichen Parkplatz mit schönen Tieren gefüllt zu haben“, so Bartsch’ Fazit.<sup data-fn="b4d5485a-1365-4233-981f-942f148a2bbe" class="fn"><a href="#b4d5485a-1365-4233-981f-942f148a2bbe" id="b4d5485a-1365-4233-981f-942f148a2bbe-link">2</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tobias Franke</strong> findet in „Kavango“ eher „überschaubare“ Interaktion. „Wie wir es aus unzähligen Drafting-Spielen kennen, können wir manchmal den Nachfolgenden erfolgreich eine Karte vorenthalten. Aber mehr passiert zwischen uns Spielenden eigentlich nicht. Einzige Ausnahme: der gemeinsame Klimaschutz“, schriebt er. Das allerdings sei spielerisch eine Schwäche des Spiels: „Wer dort sehr aktiv ist, tut den anderen einen größeren Gefallen als sich selbst“, hat Franke beobachtet. „Denn wenn ich mein Geld in den Klimaschutz stecke, fehlt es mir meist an anderer Stelle, womit ich seltener attraktive Tiere ausspielen und weniger gut Forschungsaufträge erfüllen kann.“ Das allerdings rege auch zum Nachdenken an: „Das zeigt ein ganz reales moralisches Dilemma der heutigen Zeit auf. Natürlich kann ich darauf setzen, dass die anderen schon beim Klimaschutz aktiv werden und deswegen wahrscheinlicher gewinnen. Aber fühle ich mich gut dabei? Ich habe die Hoffnung, dass diese spielerische Unfairness zum Nachdenken anregt“, schreibt er.<br>Auch Franke kritisiert die „überdimensionierten persönlichen Ablagen“ und findet in „Kavango“ wenig „spielerische Innovationen“. „Das bedeutet aber nicht, dass unsere Entscheidungen banal wären. Bei der Auswahl der Karten gibt es einiges zu bedenken. Manchmal wollen wir den kurzfristigen Vorteil, manchmal erhoffen wir uns langfristige Erfolgserlebnisse. Dabei bietet vor allem die Auffangstation interessante taktische Erwägungen. Dort kann ich bis zu drei Tiere zwischenlagern. Somit kann ich die Tiere für spätere Runden reservieren – und zeige allen Mitspielenden offen, welche Voraussetzungen ich noch benötige.“<br>Für ihn überzeugt das Spiel am Ende „durch die stimmige Wiedergabe eines realen Themas. Die spielmechanischen Kniffe sind nicht innovativ, das Gesamtprodukt weiß aber gut zu unterhalten“, schreibt er, findet aber auch: „Es fehlt lediglich die ein oder andere Kante, an der wir uns reiben könnten und wodurch auch mehr Emotionen freigesetzt würden. Andererseits präsentiert uns ‚Kavango‘ eher nebenbei das Dilemma des gemeinsamen Klimaschutzes, ohne dabei den moralischen Zeigefinger erheben zu müssen.“<sup data-fn="e80a6061-5fb5-4f4f-b4a4-7f0bc2304a1e" class="fn"><a href="#e80a6061-5fb5-4f4f-b4a4-7f0bc2304a1e" id="e80a6061-5fb5-4f4f-b4a4-7f0bc2304a1e-link">3</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="603" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-630x603.png" alt="" class="wp-image-35062" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-630x603.png 630w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-300x287.png 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-768x735.png 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-1536x1470.png 1536w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-2048x1960.png 2048w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-500x478.png 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-800x765.png 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-1280x1225.png 1280w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/04/kavango_material-1920x1837.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stefan Gohlisch</strong> erkennt in „Kavango“ zwar „sehr einfache und grundlegende Mechanismen“, das Spiel sei aber auch „sehr konkret in den Einzelheiten seiner Darstellung dieses faszinierenden Ökosystems“. Dennoch könne es „im eigentlichen Verlauf als abstrakt wahrgenommen“ werden. „Das fängt damit an, dass Gräser, Bäume, wirbellose Tiere und Fische als ‚Produzenten‘ bezeichnet werden, was meint, dass sie am unteren Ende der Nahrungskette stehen“, schreibt er. Das Spiel begebe sich in die Gefahr einer „maschinellen Logik, weil man eventuell überfordert von all den Möglichkeiten die Natur vor lauter Symbolen nicht mehr sieht. Was schade ist. Denn das Autorenteam legt höchsten Wert auf wissenschaftliche Grundierung.“ In seiner Rezension zitiert Gohlisch den Anhang des Regelwerkes: „Im Kern ist ‚Kavango‘ eine Botschaft der Hoffnung für den Fortbestand der natürlichen Welt“. „Dieses Spiel“, so Gohlisch, „kann ein Anstoß dazu sein. Ansonsten bleibt es ein Spiel, freilich ein sehr reizvolles.“<sup data-fn="157c358a-6cc0-4250-b732-f2d51939c3e0" class="fn"><a href="#157c358a-6cc0-4250-b732-f2d51939c3e0" id="157c358a-6cc0-4250-b732-f2d51939c3e0-link">4</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michaela Poignée</strong> findet das Thema des Spiels „reizvoll“, aber auch ihr geht es in der Mechanik schnell verloren: „Letztendlich ist es so: Wir sammeln ja Symbole“, sagt sie. Diese seien allerdings auf der Spieler:innenübersicht gut dargestellt. Vom Spielprinzip her sei „Kavango“ recht einfach, aber: „es hat mir Spaß gemacht, aber es hat sich relativ schnell abgespielt. Von Anfang an war es mir ein bisschen nebeneinanderher gespielt. Ich war immer nur fokussiert auf das, was ich brauche und was die anderen machen, hat mich nicht interessiert“, sagt sie und fügt hinzu. „Das Einzige, wo man ein bisschen drauf achten muss ist dieser Klimaschutz.“ Ihr fehle die Interaktion. „Es ist kein schlechtes Spiel“, lautet Poignées Fazit, allerdings nutze es sich schnell ab.<sup data-fn="1a2a43cb-e13b-418f-92e3-482fcfc23d54" class="fn"><a href="#1a2a43cb-e13b-418f-92e3-482fcfc23d54" id="1a2a43cb-e13b-418f-92e3-482fcfc23d54-link">5</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nico Wagner</strong> ist ein wenig ratlos: „Was macht das Spiel neu? Das kann ich ehrlich gesagt nicht so genau beantworten“, sagt er und kritisiert die Größe des Spieles: „Wir kriegen ein Spiel, das sehr viel Platz braucht, wenn man denn alles Material benutzt.“<br>Die Karten seien „ansprechend gestaltet“, findet Wagner. „Ich hatte schon das Gefühl, ich lerne ein wenig etwas über die Region. Aber so richtig einen Bezug dazu habe ich nicht festgestellt. Ich habe mir nicht gedacht: Oh, cool, ich habe die Fleckenhyäne gerettet. Ich habe halt die Karte ausgespielt, die drei Gras und eine Termite braucht. Das fand ich ein bisschen schade.“ Die Aktionskarten seien zwar an reale Projekte in der Region angelehnt, gingen aber etwas unter. „Ich spiele diese Karte und bekomme dafür zwei Geld, eigentlich ist es mir total schnurz, was ich da mache.“ Zwei „Hakeligkeiten“ hat Wagner dann noch am Spiel zu bemängeln: Die Symbole auf den Karten seien etwas zu klein, „was dazu führt, dass die so gut wie jeder vergisst.“ Sein Fazit: „Es ist ein durchweg solides Spiel, in dem ich das Thema nicht gut umgesetzt finde.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stephan Kessler</strong> lobt – im Dialog mit Wagner – dagegen den „schönen Spielflow“. Das Thema habe ihn sehr abgeholt. Die Abhängigkeiten zwischen den unterschiedlichen Tieren und Pflanzen gefallen ihm. „Ich finde es gut reduziert und thematisch zugänglich“, sagt er und verteidigt außerdem die großen Tableaus: „Ich verstehe das schon: Ihr habt so schöne Karten gemacht, ihr wollt auch, dass man sieht, wie das entsteht. Wir sind erfahrene Spieler, wir legen die Karten übereinander gucken nur auf die Symbole.“ Insgesamt sei es für ihn eine schöne Spielerfahrung gewesen, nur gefalle ihm nicht, dass der Spielflow unterbrochen werde, weil es eine Regel gebe, die es erlaube, den Kartenstapel zeitaufwändig zu durchsuchen.<sup data-fn="505bbb29-3caf-47a7-aeac-500b295ac656" class="fn"><a href="#505bbb29-3caf-47a7-aeac-500b295ac656" id="505bbb29-3caf-47a7-aeac-500b295ac656-link">6</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Manuel Fritsch </strong>freut sich in „Kavango“ über „sehr kleine, sehr feine Entscheidungen“. Allerdings sei es „kein Spiel für Vielspielende. Da spielt man ein-, zweimal und dann hat man gefühlt schon alles gesehen. Aber ich habe gemerkt in meinen Runden hier: Leute, die nicht so viel spielen, die stört es nicht so sehr, dass man am Anfang immer das gleiche macht. Man spielt immer die Grundkarten, und man hat das Gefühl, das ist so ein bisschen Beschäftigungstherapie.“ Seiner Meinung nach könnte das Spiel etwas mehr Tiefe vertragen: „Man hat nicht so viele unterschiedliche Strategien. Wenn du einen Elefanten gespielt hast, dann hast du eben sieben Punkte, aber du kannst hier nicht irgendwelche Kartenkombinationen entdecken. Denn was die Tiere wollen, ist immer gleich, wenn das Tier liegt, dann liegts halt.“ Ein wenig Varianz brächten die individuellen Ziele ins Spiel. Er selbst würde „Kavango“ nicht mehr „aktiv auf den Tisch bringen – ich spiele es aber auf jeden Fall mit und habe Spaß. Aber es ist kein Spiel, das überdauern wird.“<sup data-fn="6139735e-d8ca-4909-b7a5-868a9588633a" class="fn"><a href="#6139735e-d8ca-4909-b7a5-868a9588633a" id="6139735e-d8ca-4909-b7a5-868a9588633a-link">7</a></sup></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="b3eed0fa-081b-4f59-b2e7-c52d9a89478f"><a href="https://www.gamesweplay.de/kavango.html" id="https://www.gamesweplay.de/kavango.html">Games we play: Kavango</a> <a href="#b3eed0fa-081b-4f59-b2e7-c52d9a89478f-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li><li id="b4d5485a-1365-4233-981f-942f148a2bbe">Spielbox 6/25: Wildparker <a href="#b4d5485a-1365-4233-981f-942f148a2bbe-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li><li id="e80a6061-5fb5-4f4f-b4a4-7f0bc2304a1e"><a href="https://www.fjelfras.de/wordpress/blog/brettspiele/kavango-kritisch-gespielt/">Fjelfras: Kavango</a> <a href="#e80a6061-5fb5-4f4f-b4a4-7f0bc2304a1e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren">↩︎</a></li><li id="157c358a-6cc0-4250-b732-f2d51939c3e0"><a href="https://www.haz.de/kultur/spieletipp-kavango-dreht-sich-um-naturschutz-und-oekologie-C5J6Q3PFSRFD7DWOILM53YLANA.html" id="https://www.haz.de/kultur/spieletipp-kavango-dreht-sich-um-naturschutz-und-oekologie-C5J6Q3PFSRFD7DWOILM53YLANA.html">Hannoversche Allgemeine Zeitung: Der Natur auf der Spur </a> <a href="#157c358a-6cc0-4250-b732-f2d51939c3e0-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren">↩︎</a></li><li id="1a2a43cb-e13b-418f-92e3-482fcfc23d54"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=F-vcZvQidwM" id="https://www.youtube.com/watch?v=F-vcZvQidwM">Die Brettspieltester: Kavango</a> <a href="#1a2a43cb-e13b-418f-92e3-482fcfc23d54-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren">↩︎</a></li><li id="505bbb29-3caf-47a7-aeac-500b295ac656"><a href="https://brettagoge.de/274-vier-bromances-und-ein-ueberraschungsfall/" id="https://brettagoge.de/274-vier-bromances-und-ein-ueberraschungsfall/">Brettgogen #274 </a> <a href="#505bbb29-3caf-47a7-aeac-500b295ac656-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren">↩︎</a></li><li id="6139735e-d8ca-4909-b7a5-868a9588633a"><a href="https://de.ign.com/brettspiele/150138/podcastepisode/brettspiel-special-sechs-aktuelle-gesellschaftspiele-im-test">IGN-Podcast: Brettspiel-Special</a> <a href="#6139735e-d8ca-4909-b7a5-868a9588633a-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 7 navigieren">↩︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-kavango-platz-da-im-habitat/">Kritikenrundschau: Kavango – Platz da im Habitat</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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		<title>Das spielerische Quartett: Hoffmann, Kessler, Fritsch und Forster</title>
		<link>https://www.spiel-des-jahres.de/das-spielerische-quartett-31/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 07:12:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Maren Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Fritsch]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kessler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/quartett31-Kopie_titel-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/quartett31-Kopie_titel-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/quartett31-Kopie_titel-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/quartett31-Kopie_titel-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/quartett31-Kopie_titel.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></p>
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		<title>Kritikenrundschau: Fromage – Drehen am Käserad</title>
		<link>https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-fromage-drehen-am-kaeserad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 08:51:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Michaela Poignée]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Franke]]></category>
		<category><![CDATA[Maren Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[Kritikenrundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kessler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel-150x150.jpeg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel-150x150.jpeg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel-300x300.jpeg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel-500x500.jpeg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel.jpeg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Käse, und so einfach ist das wirklich, macht glücklich. In „Fromage“ (Matthew O’Malley und Ben Rosset bei R2i) geht es darum, das edle Milchprodukt herzustellen – das braucht Zeit und vor allem viele Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Mitglieder der Jury Spiel des Jahres haben in ihren jeweiligen Medien eigene Käsereien eröffnet, die Geheimnisse des Reifungsprozesses [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-fromage-drehen-am-kaeserad/">Kritikenrundschau: Fromage – Drehen am Käserad</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel-150x150.jpeg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel-150x150.jpeg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel-300x300.jpeg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel-500x500.jpeg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage_titel.jpeg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />
<p class="wp-block-paragraph">Käse, und so einfach ist das wirklich, macht glücklich. In „Fromage“ (Matthew O’Malley und Ben Rosset bei R2i) geht es darum, das edle Milchprodukt herzustellen – das braucht Zeit und vor allem viele Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Mitglieder der Jury Spiel des Jahres haben in ihren jeweiligen Medien eigene Käsereien eröffnet, die Geheimnisse des Reifungsprozesses ergründet und nebenbei herausgefunden, ob „Fromage“ nur Käse ist – oder doch eine Delikatesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„‚Fromage‘ gelingt es, die Wartezeit knapp zu halten, weil alle gleichzeitig dran sind – bis zu vier Personen sammeln sich um die vier Segmente des Drehplans, aktiv ist man jeweils im eigenen Viertel. Sind alle fertig, wird weitergedreht, und neue Aktionsmöglichkeiten eröffnen sich“, erklärt M<strong>aren Hoffmann</strong> das Spiel.<br>„Unsere Spezialisten sitzen auf tortenförmigen Käsestücken. Wir können sie auf zwei Arten nutzen: Im oberen Bereich unseres aktiven Segments, wo wir jeweils eine von vier Ressourcenarten sammeln können, oder auf den punkterelevanten Herstellungsfeldern, wo sie Hartkäse, Blauschimmelkäse oder Weichkäse produzieren und auf dem Brett für die Endwertung liegenlassen. Der angestrebte Reifegrad bestimmt, wann wir unsere Leute zurückholen und neu einsetzen können. Man bekommt immer diejenigen wieder, bei denen das spitze Ende des Käsestücks auf den eigenen Spielbereich zeigt – das ist elegant und erfreulich bürokratiearm. Wer nur eine Ressource nimmt oder sich mit jungem Käse zufriedengibt, bekommt den jeweiligen Käser schon im nächsten Zug zurück – wer mehr will, muss bis zu drei Züge investieren.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="559" height="630" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage-nb-3558380132912-3dboxl-web-2-559x630.png" alt="" class="wp-image-34965" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage-nb-3558380132912-3dboxl-web-2-559x630.png 559w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage-nb-3558380132912-3dboxl-web-2-266x300.png 266w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage-nb-3558380132912-3dboxl-web-2-768x866.png 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage-nb-3558380132912-3dboxl-web-2-500x564.png 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage-nb-3558380132912-3dboxl-web-2-800x902.png 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/fromage-nb-3558380132912-3dboxl-web-2.png 976w" sizes="auto, (max-width: 559px) 100vw, 559px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„‚Fromage‘ gehört zum großen Genre der Nebeneinanderher-Spiele“, findet Hoffmann. „Alle grübeln über ihre eigenen Züge und Pläne, direkte Interaktion kommt nicht vor.“ Redaktion und Autoren hätten den Spielerinnen und Spielern allerdings viel Aufbau- und Verwaltungsarbeit abgenommen: „Auch Spiele haben ja Benutzeroberflächen, und diese ist leicht verständlich. Das geht schon mit der Vorbereitung los: Für jede Spielerzahl gibt es passende Plankarten, die man in den doppellagigen Plan schiebt. Fertig. Alles ist logisch aufgebaut, auf jedem Gebäudeplättchen findet sich die Erläuterung gleich hintendrauf; das Spielende ist für alle leicht ersichtlich. Es bleiben kaum Fragen offen, die nicht auf den Planteilen selbst beantwortet werden“, schreibt Hoffmann. Das Spiel sei ein „gutes Beispiel dafür, wie man aus einem hübschen Thema sehr viel mehr herausholen kann als eine solide Umsetzung. Es spielt mit allen Aspekten, ohne sich zu sehr in Details zu verlieren“. Die Aufgaben seien für die Spieldauer genau richtig – reizvoll, aber nicht überkomplex.<sup data-fn="c4cd00d9-15bc-4387-a4c6-48169e6ef8b9" class="fn"><a href="#c4cd00d9-15bc-4387-a4c6-48169e6ef8b9" id="c4cd00d9-15bc-4387-a4c6-48169e6ef8b9-link">1</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich mag Käse, es würde gut passen, wenn man zu dem Spiel noch eine Käseplatte hinstellt“ meint <strong>Michaela Poignée</strong>. Ihr gefällt das Spielmaterial sehr gut. „Das ist einmal etwas anderes, dass wir einen drehbaren Spielplan haben“, sagt sie. Der einfache Aufbau sei „eine richtig gute Sache“. Die unterschiedlichen Spielertableaus sorgen für Abwechslung. Und die unterschiedlichen Aufgaben auf den einzelnen Quadranten bieten viel Varianz. „Man muss gucken: Wie setze ich den Arbeiter ein? Wann bekomme ich ihn zurück? Man muss vorausplanen“, sagt sie. „Ich finde es ist ein tolles Spielprinzip, weil es etwas anderes ist.“ Für Poignée ist „Fromage“ ein „interaktives Spiel“: Man sei immer auch mit dem beschäftigt, was die anderen machten, gleichzeitig müsse man auch immer darauf achten, wo die Mitspielenden ihre Figuren einsetzen. „Ich mag das Spiel total gerne“, lautet ihr Fazit. „Dadurch, dass wir alle gleichzeitig am Zug sind, hat es eine schöne Spielzeit. „Fromage“ habe für sie einen hohen Wiederspielwert.<sup data-fn="0396ce60-0f95-47a5-9fe7-4c28c4aa52d7" class="fn"><a href="#0396ce60-0f95-47a5-9fe7-4c28c4aa52d7" id="0396ce60-0f95-47a5-9fe7-4c28c4aa52d7-link">2</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Udo Bartsch</strong> findet mit „Fromage“ ein Spiel, in dem „alles gut verzahnt“ ist und schlüssig zusammenhängt. „Dass Einsatz-Figuren unterschiedlich lange unterwegs sind, ist eine interessante Idee. Und weil die Felder, die einen langen Einsatz erfordern, oft auch die besseren sind, erzeugt diese Idee ein ständiges Dilemma. Besonders gelungen ist, dass die Mechanik trotzdem kein spezielles Mitprotokollieren erfordert.“ Bartsch sieht in dem Spiel mechanische Vorzüge. „Trotzdem verspüre ich keine besondere Lust, ‚Fromage‘ häufiger zu spielen“, schreibt er. „Das, was wir in diesem Spiel tun, packt mich emotional gar nicht. Auch wenn ich taktiere und relevante Entscheidungen treffe: Spannend finde ich das nicht.“ Er findet „Fromage“ „unkommunikativ“. Man bekäme nur am Rand mit, wie die anderen Spieler:innen agieren. „Erst am Ende der Partie werden die Punkte aus acht verschiedenen Wertungskategorien auf dem Block addiert, und ich denke ein distanziertes ‚Aha‘. Distanziert erstens deshalb, weil die Rückmeldung auf mein Tun so spät kommt. Und zweitens, weil ich die vier Gebietswertungen als lahm empfinde. Wie man setzen muss, um viele Punkte zu erhalten, ist kein großes Geheimnis. Die Wertungen bieten nichts, was ich häufiger ausprobieren oder vertiefen oder mal auf andere Weise angehen möchte. ‚Fromage‘ fühlt sich von Partie zu Partie sehr ähnlich an“, schreibt er.<sup data-fn="0faa7579-a747-4579-8171-43323a8fd191" class="fn"><a href="#0faa7579-a747-4579-8171-43323a8fd191" id="0faa7579-a747-4579-8171-43323a8fd191-link">3</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="473" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc-630x473.jpeg" alt="" class="wp-image-34950" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc-630x473.jpeg 630w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc-300x225.jpeg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc-768x576.jpeg 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc-500x375.jpeg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc-800x600.jpeg 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc-1280x960.jpeg 1280w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/Main_board_tabletopsavants_6dd06e5ddc.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tobias Franke</strong> sieht in dem drehbaren Spielbrett und dem restlichen Material einen „hohen Aufforderungscharakter. Das hat eine  Tischpräsenz, die verfängt.“ Außerdem sei es ein zugängliches Spiel, das einfach zu erklären sei. „Ich werde sehr gut geführt“, findet er. Das Spiel sei insgesamt „redaktionell hervorragend bearbeitet“. Dass jedoch sowohl Schafe, Ziegen als auch Kühe als Ressourcen durch ein Kuhsymbol angezeigt werden findet Franke irritierend. Bei den Fruchtressourcen sei es ähnlich. Für Franke ordnet sich in „Fromage“ das Thema der Mechanik unter: „Ich fühle mich nicht als Käseproduzent“, sagt er. Das Thema sei „nur ein Aufhänger“.<br>Gut findet er allerdings, dass der Spielplan modular ist. „Bei jedem Aufbau ist es eine andere Situation.“Auch die Tatsache, dass mit unterschiedlicher Anzahl an Spielerinnen und Spielern unterschiedliche Einlegscheiben in den Spielplan in der Mitte geschoben werden, sei „elegant gelöst“, sagt er. „Ich habe öfter den Vorwurf gehört, dass sich alles relativ schnell gleich anfühlt.“ Tatsächlich fühle sich das Spiel an, als ob man immer das gleiche mache, „aber dann habe ich andere taktische Entscheidungen“, was eine Stärke von „Fromage“ sei. Außerdem komme es in der Zielgruppe gut an, mache Spaß und habe ein greifbares Thema. „Es ist eine gewisse Dinglichkeit da, die an den Alltag anschlussfähig ist.“<sup data-fn="26029831-d12f-4730-9802-ac0897bfdb3e" class="fn"><a href="#26029831-d12f-4730-9802-ac0897bfdb3e" id="26029831-d12f-4730-9802-ac0897bfdb3e-link">4</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Fromage“, findet <strong>Stephan Kessler</strong>, „lebt davon, dass man es wirklich sieht.“ Soll heißen: Material und Mechanik passen für ihn gut mit dem Thema zusammen. „Das interessante ist die Abwägung: Wie stark soll die Aktion sein, die ich mache? Wie lange kann ich auf den Arbeiter verzichten?“ Kessler freut sich, dass verschiedene Mechanismen, „die ganz klassisch im Brettspiel vorkommen“ auf den unterschiedlichen Arealen in dem Spiel kombiniert sind. Der Arbeitereinsetzmachnismus sei „eingängig“, gerade auch, weil alle ihre Arbeiter gleichzeitig einsetzen müssten. „Dadurch ist die Spielzeit reduziert. Ganz häufig kritisiere ich bei solchen Spielen, dass es wenig Interaktion gibt. Das ist hier aber nicht so, weil Interaktionen zeitversetzt passieren.“ Das sei „clever gemacht“, findet er und lobt sowohl Thema als auch Spielfluss. Dennoch: „Ich finde es nicht sehr originell, was auf den unterschiedlichen Quadranten passiert. Schade drum“, sagt Kessler. „Das ist aber vielleicht ein Problem von Vielspielern. Wer eher wenig spielt, bekommt von dem Spiel viele grundlegende Spielmechanismen beigebracht.“ Das Spiel sei „locker“ und biete „schöne, tiefgreifende Entscheidungen“, lautet sein Fazit. „Ich habe das Gefühl, ein bisschen etwas Neuartiges gespielt zu haben.“<sup data-fn="41fb808c-0af8-43ee-8d1f-00e473eaa07a" class="fn"><a href="#41fb808c-0af8-43ee-8d1f-00e473eaa07a" id="41fb808c-0af8-43ee-8d1f-00e473eaa07a-link">5</a></sup></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="c4cd00d9-15bc-4387-a4c6-48169e6ef8b9">Spielbox 6/25: Jetzt oder Brie! <a href="#c4cd00d9-15bc-4387-a4c6-48169e6ef8b9-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li><li id="0396ce60-0f95-47a5-9fe7-4c28c4aa52d7"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=QfeB1Xzn30shttps://www.youtube.com/watch?v=QfeB1Xzn30s" id="https://www.youtube.com/watch?v=QfeB1Xzn30shttps://www.youtube.com/watch?v=QfeB1Xzn30s">Die Brettspieltester: Fromage</a> <a href="#0396ce60-0f95-47a5-9fe7-4c28c4aa52d7-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li><li id="0faa7579-a747-4579-8171-43323a8fd191"><a href="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/2025/12/fromage.html" id="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/2025/12/fromage.html">Rezensionen für Millionen: Fromage</a> <a href="#0faa7579-a747-4579-8171-43323a8fd191-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren">↩︎</a></li><li id="26029831-d12f-4730-9802-ac0897bfdb3e"><a href="https://www.fjelfras.de/wordpress/blog/brettspiele/cocktails-for-meeples/folge-36-am-goldenen-kaese/" id="https://www.fjelfras.de/wordpress/blog/brettspiele/cocktails-for-meeples/folge-36-am-goldenen-kaese/">Cocktails for Meeples: Am Goldenen Käse</a>  <a href="#26029831-d12f-4730-9802-ac0897bfdb3e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren">↩︎</a></li><li id="41fb808c-0af8-43ee-8d1f-00e473eaa07a"><a href="https://brettagoge.de/258-handkaes-mit-brettspiel/" id="https://brettagoge.de/258-handkaes-mit-brettspiel/">Brettagogen #258: Handkäs mit Brettspiel</a> <a href="#41fb808c-0af8-43ee-8d1f-00e473eaa07a-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren">↩︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-fromage-drehen-am-kaeserad/">Kritikenrundschau: Fromage – Drehen am Käserad</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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		<title>Kritikenrundschau: Artengarten &#8211; Zoo viele Punkte</title>
		<link>https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-artengarten-zoo-viele-punkte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2026 06:20:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Michaela Poignée]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Franke]]></category>
		<category><![CDATA[Kritikenrundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kessler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.spiel-des-jahres.de/?p=34927</guid>

					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Wie wäre es mal mit einem Besuch im Zoo? Dem einen oder anderen Menschen mögen die Tiere in ihren Gehegen nicht behagen. Tierisch faszinierend sind sie für viele dennoch. Und so ganz einfach ist es ja auch nicht, mit einem Zoo zurechtzukommen. Schließlich können Tiere ja nicht einfach irgendwo wohnen. Deshalb haben die Jurymitglieder mal [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-artengarten-zoo-viele-punkte/">Kritikenrundschau: Artengarten &#8211; Zoo viele Punkte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/cover_ag.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />
<p class="wp-block-paragraph">Wie wäre es mal mit einem Besuch im Zoo? Dem einen oder anderen Menschen mögen die Tiere in ihren Gehegen nicht behagen. Tierisch faszinierend sind sie für viele dennoch. Und so ganz einfach ist es ja auch nicht, mit einem Zoo zurechtzukommen. Schließlich können Tiere ja nicht einfach irgendwo wohnen. Deshalb haben die Jurymitglieder mal einen kurzen Crashkurs als Zooplaner gemacht. Das gewonnene Wissen wurde direkt mal in „Artengarten“ (Matthias Wigge bei Feuerland) angewandt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir bauen Zoos. Mit großen sechseckigen Legeplättchen. ‚Artengarten‘ ist also ein Legespiel – und ein Puzzle. Die Plättchen meines Zoos beeinflussen sich auf verschiedene Weise gegenseitig. Das „Reptilienhaus“ etwa bringt Punkte für jedes direkt benachbarte Reptil, der „Alpensteinbock“ für eine möglichst große zusammenhängende Fläche aus Plättchen mit Gebirgssymbolen. Also will ich das entsprechend kombinieren“, erklärt <strong>Udo Bartsch</strong> das Spiel. „Insgesamt gibt es vier Aktionsarten, jeweils repräsentiert durch Kärtchen, die unterhalb meines Zooplans auf Plätzen mit Wertigkeiten von eins bis fünf liegen. Bin ich am Zug, erhalte ich zunächst ein Zooplättchen vom Markt. Wie groß meine Auswahl ist, wird durch die Position meiner Aktionskarte „Projekt“ bestimmt. Im Bestfall darf ich zwischen fünf Plättchen wählen, im schlechtesten Fall kriege ich einfach dasjenige, das schon am längsten im Markt rumliegt. Anschließend nutze ich eine meiner vier Aktionskarten. Liegt die an Position drei, hat meine Aktion die Stärke drei. Nach Ausführung rutscht die Karte zurück auf den schwächsten Platz, die anderen rücken auf.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="444" height="559" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/ag_box_tr.png" alt="" class="wp-image-34928" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/ag_box_tr.png 444w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/ag_box_tr-238x300.png 238w" sizes="auto, (max-width: 444px) 100vw, 444px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für Bartsch ist „Artengarten“ „ein knobeliges Spiel. Habe ich etwa den Alpensteinbock, will ich natürlich eine große Fläche mit Gebirgssymbolen zukacheln. Aber selbst wenn ich diese Plättchen schon auf meinem Kartenhalter habe, muss ich mitunter noch warten, bis die entsprechende Aktion genügend aufgewertet ist, um diese Plättchen auch legen zu dürfen. In der Zwischenzeit sollte es auf meinem Halter deshalb nicht zu voll werden. Ich darf nur sechs Plättchen mit in die nächste Runde nehmen. Und ich verfolge mehr als nur einen Plan gleichzeitig.“ Man müsse oft solche Entscheidungen treffen, gleichzeitig aber viele verschiedene Dinge im Blick behalten. „Ich muss konzentriert vorplanen, um nicht aus dem Blick zu verlieren, welche Felder ich für welche Plättchen freihalten will und welche Bedingungen ich überhaupt erst noch schaffen muss, um alles wie gewünscht legen zu dürfen“, schreibt Bartsch. Ihm gefällt „der klare Fokus aufs Puzzlen: also, dass sich ‚Artengarten‘ im Wesentlichen auf das Beschaffen und Anordnen der Plättchen beschränkt – zumal allein das schon herausfordernd genug ist. Trotz kompakter Regeln steckt eine Menge Komplexität in dem Spiel“, schreibt er. Das Spiel gebe ihm das „das gute Gefühl, etwas zu errichten und wachsen zu sehen und gleichzeitig nach meinen Plänen zu gestalten. Ich bin gefordert, den potenziellen Nutzen von Plättchen richtig einzuschätzen, und die Plättchen, die ich erhalte, vorteilhaft auszulegen. Die Aktionen liegen nicht auf der Hand. Ich muss planen, abwägen, Kompromisse machen. Meine Erfolge muss ich mir überwiegend erarbeiten. Das motiviert und belohnt und macht deshalb Spaß.“ Bartsch kritisiert aber auch, dass die Grafik auf den Plättchen „teilweise unübersichtlich“ sei. „Schon häufiger wurde von Mitspielenden übersehen, welches Tier wo Freiflächen erfordert. Plättchen wurden daraufhin regelwidrig platziert.“<sup data-fn="93a55324-4f39-4fa1-83dd-246ced87f8d7" class="fn"><a href="#93a55324-4f39-4fa1-83dd-246ced87f8d7" id="93a55324-4f39-4fa1-83dd-246ced87f8d7-link">1</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für <strong>Michaela Poignée</strong> ist „Artengarten“ ein Spiel, „das man gut erklären kann, weil alles schön bebildert ist“. Das gilt sowohl für die Spielanleitung, die ihr gut gefällt, als auch für die Plättchen und Tableaus. Trotz der Komplexität sei es nicht schwer, in das Spiel hineinzufinden. Es sei ein Optimierungsspiel. „Man hat diese Karten und man weiß nicht, ob jetzt die richtigen Karten kommen“, sagt sie. „Ich muss aus den Gegebenheiten, die ich habe, das Beste machen.“ Das wiederum verlangt Entscheidungen, die Poingée gut gefallen, insgesamt mache ihr das Spiel „richtig viel Spaß“ und es habe „für diese Art von Komplexität eine schön austarierte Spielzeit“. Man müsse allerdings damit zurechtkommen, dass man nicht immer alle Karten bekäme, die man haben möchte. Der mitgelieferte Kartenhalter gefällt ihr nicht so gut, weil vordere Plättchen hintere verdecken können. Auch die Endabrechnung ist ihr etwas unübersichtlich.<sup data-fn="97d2f0d6-782c-4f34-9155-78e50311b40f" class="fn"><a href="#97d2f0d6-782c-4f34-9155-78e50311b40f" id="97d2f0d6-782c-4f34-9155-78e50311b40f-link">2</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="355" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Artengarten_Spielszene_4_83d4bef4f3-630x355.jpg" alt="" class="wp-image-34930" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Artengarten_Spielszene_4_83d4bef4f3-630x355.jpg 630w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Artengarten_Spielszene_4_83d4bef4f3-300x169.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Artengarten_Spielszene_4_83d4bef4f3-500x281.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/03/csm_Artengarten_Spielszene_4_83d4bef4f3.jpg 700w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tobias Franke</strong> gefällt, dass das Spiel wenig vorgebe. Man müsse beispielsweise nicht unbedingt die Artenschutzziele erfüllen, um viele Punkte zu machen. Auch andere Spielweisen seien möglich. Es gebe in „Artengarten“ kaum Downtime, „du machst wirklich sehr schnelle Spielzüge“. Wichtig sei oft das Timing der Aktionen. „Natürlich ist ein Glücksfaktor vorhanden: Wann kommt welche Karte?“, fragt er. Man könne sich auch gegenseitig dringend benötigte Karten wegnehmen. „Da sind Emotionen am Tisch.“ Besonders gut gefällt ihm der räumliche Aspekt des Spiels, denn verschiedene Gehege müssen aneinander gepuzzelt werden. Auch Franke „nervt“ die Wertung am Ende, die sich gerade durch Verkettungen von Siegpunkt gebenden Plättchen verkomplizieren könne. „Ich muss wirklich sehr konzentriert die Endwertung machen, das kann einige Menschen schon überfordern“, sagt er. <sup data-fn="9e88ef48-0213-4c7c-b64e-2dfba0214113" class="fn"><a href="#9e88ef48-0213-4c7c-b64e-2dfba0214113" id="9e88ef48-0213-4c7c-b64e-2dfba0214113-link">3</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">„‚Artengarten‘ hat einen guten Flow“, findet <strong>Stephan Kessler</strong>. „Die wenigen Aktionen lassen sich schnell umsetzen. Vor mir entsteht ein kleiner Zoo, und am Ende habe ich das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Aber: Weil die Artenschutzprojekte von Anfang an feststehen, ist der Glücksanteil höher. Manche Tiere passen einfach besser als andere – wer Pech hat, bekommt nicht die gewünschten Plättchen, und das kann frustrieren.“ Auch das Zoobrett mit seinen verstreuten Plättchen könne schnell überladen wirken. „In keiner meiner Partien blieb der Satz aus: ‚Ich seh’ vor lauter Symbolen gar nichts mehr!‘“ berichtet Kessler.  „Selbst erfahrene Spielende müssen hier genau hinschauen – und für Neulinge ist das eher abschreckend.“ Auch die Schlusswertung könne, findet er, eleganter gelöst sein. „Der beiliegende Wertungszettel hilft nur bedingt, weil die Tierpunkte nicht einfach addiert werden können. Stattdessen müssen Symbole in Gruppen oder im gesamten Park gezählt werden – das kostet Zeit und Nerven“, schreibt Kessler. „‚Artengarten‘ ist ein anspruchsvolles Plättchenlegespiel mit gutem Spielfluss, das eine Nische füllt“, lautet sein Fazit. Die Verwandtschaft zu dem „modernen Brettspielklassiker“ „<a href="https://www.spiel-des-jahres.de/spiele/arche-nova/">Arche Nova</a>“, in dessen Welt der „Artengarten“ angesiedelt ist, sei spürbar, „trotzdem bringt das Design eigene Ideen mit. Neue Zielgruppen wird es aber wohl nicht erobern – dafür ist es schlicht zu unübersichtlich.“<sup data-fn="4ae2a342-12f2-4af7-85cf-ac3f899a504d" class="fn"><a href="#4ae2a342-12f2-4af7-85cf-ac3f899a504d" id="4ae2a342-12f2-4af7-85cf-ac3f899a504d-link">4</a></sup></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="93a55324-4f39-4fa1-83dd-246ced87f8d7"><a href="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/2026/02/artengarten.html">Rezensionen für Millionen: Artengarten</a> <a href="#93a55324-4f39-4fa1-83dd-246ced87f8d7-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li><li id="97d2f0d6-782c-4f34-9155-78e50311b40f"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=875koLHdoAE">Die Brettspieltester: Artengarten</a> <a href="#97d2f0d6-782c-4f34-9155-78e50311b40f-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li><li id="9e88ef48-0213-4c7c-b64e-2dfba0214113"><a href="https://www.fjelfras.de/wordpress/blog/brettspiele/cocktails-for-meeples/folge-38-four-dreams/">Cocktails for Meeples Folge 38: Four Dreams</a> <a href="#9e88ef48-0213-4c7c-b64e-2dfba0214113-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren">↩︎</a></li><li id="4ae2a342-12f2-4af7-85cf-ac3f899a504d"><a href="https://www.krimimaster.de/2025/08/27/nur-die-harten-kommen-in-den-artengarten/">Krimimaster: Nur die Harten kommen in den Artengarten </a> <a href="#4ae2a342-12f2-4af7-85cf-ac3f899a504d-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren">↩︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Kritikenrundschau: Life of the Amazonia – langes, ruhiges Biotop</title>
		<link>https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-life-of-the-amazonia-langes-ruhiges-biotop/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 08:42:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kritikenrundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Johanna France]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Zerlik]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kessler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />„Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss“, behauptet die berühmte französische Filmkomödie. Was für das Leben vielleicht nicht unbedingt gilt, trifft auf den Amazonas auf jeden Fall zu. Ruhig ist er allerdings nur ohne Tiere. In „Life of the Amazonia“ (Jamie Bloom bei Strohmann Games / Bad Comet) sollen deshalb Tiere in Urwald und Fluss [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl-500x500.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_kl.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />
<p class="wp-block-paragraph">„Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss“, behauptet die berühmte französische Filmkomödie. Was für das Leben vielleicht nicht unbedingt gilt, trifft auf den Amazonas auf jeden Fall zu. Ruhig ist er allerdings nur ohne Tiere. In „Life of the Amazonia“ (Jamie Bloom bei Strohmann Games / Bad Comet) sollen deshalb Tiere in Urwald und Fluss angesiedelt werden. Unsere Jurymitglieder haben sich in ihren jeweiligen Medien auf eine Biotoperkundungstour begeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Vor allem die Tiere sind es, die in ‚Life of the Amazonia‘ Punkte zählen. Jedes der acht Tiere hat seine eigenen Bedingungen. Der Laubfrosch will eine private Wasserpflanze neben sich haben, dann zählt er vier Punkte. Der Ara zählt bis zu elf Punkte, abhängig von der Anzahl Bäume in seinem Wald-Lebensraum“, erklärt <strong>Udo Bartsch</strong> das Spiel. „Welche Ressourcen mir für den kommenden Zug zur Verfügung stehen, erfahre ich schon am Ende des vorherigen Zuges. Dann nämlich ziehe ich fünf Ressourcenchips aus meinem Beutel. Neben Obst, Blatt und Wasser gibt es noch Münzressourcen. Und jede dieser Ressourcen gibt es in Werten von bis zu vier. Höhere Ressourcen sind natürlich toller. Einen Ara könnte ich mit fünf Chips gar nicht bezahlen, wären alle meine Ressourcen nur Einer. Bin ich am Zug, investiere ich also meine gezogenen Chips: für Tiere, für weitere Landschaftsplatten, für Bäume, für Wasserblumen. Und auch für zusätzliche und bessere Chips.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="591" height="630" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_tr-591x630.png" alt="" class="wp-image-34662" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_tr-591x630.png 591w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_tr-281x300.png 281w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_tr-768x819.png 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_tr-500x533.png 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_tr-800x853.png 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_cover_tr.png 960w" sizes="auto, (max-width: 591px) 100vw, 591px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bartsch sieht in „Life of the Amazonia“ „ganz klassisches, an ‚Dominion‘ angelehntes Deckbuilding“. Das Spiel sei allerdings auch „ein Wettrennen – obwohl man das angesichts der Spieldauer vielleicht erst gegen Ende bemerkt. Alle Tiersorten sind begrenzt“, schreibt er. „Konzentriere ich mich zu sehr darauf, meine Chips aufzuwerten und alle Details zu optimieren, lasse ich mir womöglich zu viele Tiere und damit auch Punkte durch die Lappen gehen.“ Bartsch findet, dass das Spiel ein „herausforderndes“ Puzzle schon in der Basisversion sei. „Man kann klare Fehler machen; und um solche zu vermeiden, überlegen manche Personen besonders lange. Zwar könnte man anhand der gezogenen Chips seinen Zug eigentlich vorausplanen, aber nicht jede:r tut das. Außerdem ergeben sich mittendrin manchmal neue Optionen, die ich gar nicht vorher zu Ende denken kann.“ Das Spiel dauere daher sehr lange. „Das muss aber nicht schlimm sein. Die Frage ist ja: Macht es denn in der gesamten Zeit Spaß oder zieht es sich? Und der Aufbau-Charakter macht Spaß! Ich fange mit miesen Chips und kleinen Tieren an und entwickle mich langsam weiter. Ich spüre den Fortschritt, aber er fällt mir nicht in den Schoß; echter Fortschritt dauert eben“, schreibt Bartsch. Unnötig komplexer werde das Spiel durch Wasserressourcen: „Mit Wasserressourcen kann ich Karten kaufen, die teils Soforteffekte, teils Schlusswertungen bringen“, schreibt Bartsch. „Klar, ich sehe ein: Für die Ressource Wasser hätte es ohne diese Karten im Spiel nicht genügend Verwendung gegeben. Die designerische Idee zur Lösung dieses Problems überzeugt mich trotzdem nicht.“ Ihn fasziniert an dem Spiel nicht der Deckbau, „denn anders als man (oder nur ich?) es erwarten würde, liefert das Spiel keine Anreize, um das Deck mal irgendwie anders bauen zu wollen. Ich habe eine klare Vorstellung davon, wie mein Chipvorrat am Ende der Partie aussehen soll, und es ist jedes Mal gleich. Die Frage ist allenfalls, wie gut ich es hinkriege und wie viel Tempo ich dabei verliere.“ Für punktet das Spiel beim „Wettrennen auf die Tiere und die Landschaftspuzzelei“, das reichlich Varianz biete. Gut gefällt ihm auch das Design des Spielmaterials. „Größter Kritikpunkt allerdings ist die Materialqualität. Ein dreidimensionaler Wasserfall dient als Anzeiger für verschiedene Spielfortschritte. Weil er nicht in die Schachtel passt, muss er jedes Mal auf- und wieder abgebaut werden. Und die Laschen werden das, so wie sie inzwischen auf Halbmast hängen, höchstens noch drei Partien lang überleben“, schreibt er. An „Life of the Amazonia“ hadere er mit einigem. Dennoch mache es ihm auch Spaß. „Weil es schön ist. Weil es mich herausfordert. Weil es spannend und trotz der Längen konstruktiv und befriedigend ist.“<sup data-fn="e37ff1f0-a252-40d3-a84c-26f2deea5b34" class="fn"><a href="#e37ff1f0-a252-40d3-a84c-26f2deea5b34" id="e37ff1f0-a252-40d3-a84c-26f2deea5b34-link">1</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="473" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_2-630x473.jpg" alt="" class="wp-image-34664" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_2-630x473.jpg 630w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_2-300x225.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_2-768x576.jpg 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_2-500x375.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_2-800x600.jpg 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_2.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Julia Zerlik</strong> findet, „Life of the Amazonia“ habe eine „wunderschöne Tischpräsenz, das macht direkt Lust, dieses Spiel zu spielen, leider ist es so, dass man fast so lange aufbaut, wie man spielt.“ Aber der Aufwand lohne sich, meint sie. Denn das Spiel entwickele Sogwirkung: „Dann will man immer direkt seine Plättchen aus dem Säckchen ziehen, dann die besten Optionen abwägen, das alles wieder ausgeben oder auch ein bisschen sparen für die nächsten Runden. Man möchte alles gleichzeitig.“ Ein Kritikpunkt ist für sie die Länge des Spiels. Zu viert und zu dritt dauere es „sehr, sehr lange“, weshalb es anstrengend werden könne, auch weil die Downtime sehr groß sei. „Für mich ist es optimal als Zweipersonenspiel“, sagt Zerlik. Zu zweit dauere es dennoch eine gute Stunde, gerade auch, weil die Siegpunktbedingungen der Tiere sich von Spiel zu Spiel ändern können. Gut gefällt ihr, dass sich im Spiel Strategien entwickeln lassen, „die den Glücksfaktor ein wenig in den Hintergrund rücken lassen“. Es lasse sich über Zeit ein starkes Deck entwickeln, „das macht hinten raus richtig Spaß, weil man in jedem Zug gute Sachen machen kann.“ Obwohl ihr das Spiel mit vier oder drei Personen zu lang ist, findet sie: „Zu zweit spielt es sich fluffig runter, das macht richtig Spaß.“<sup data-fn="526760c4-4d61-4029-b71f-47ed7503ed19" class="fn"><a href="#526760c4-4d61-4029-b71f-47ed7503ed19" id="526760c4-4d61-4029-b71f-47ed7503ed19-link">2</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Tiere, die unterschiedliche Effekte haben können, die ein bisschen variabel sind: Das ist richtig, richtig cool, so ein Erkundungsspiel eigentlich, in dem ich alles einmal ausprobieren möchte“, findet <strong>Johanna France</strong>. Nach einigen Partien ähnele sich ihre Spielweise allerdings, „da habe ich gemerkt, dass sich ein bisschen die Repetition eingeschlichen hat.“ Dennoch biete das Spiel schöne Optimierungsaufgaben. Gut gefallen ihr die für ein Deckbau-Spiel „ungewöhnlichen“ Regeln und das Material, wobei sie sich hier teilweise mehr Funktionalität gewünscht hätte. „Nur für den letzten Kniff, da hat mir ein bisschen was gefehlt“, urteilt France.<sup data-fn="a5db6e1a-6632-41df-8372-7272be46bc43" class="fn"><a href="#a5db6e1a-6632-41df-8372-7272be46bc43" id="a5db6e1a-6632-41df-8372-7272be46bc43-link">3</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="473" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_1-630x473.jpg" alt="" class="wp-image-34666" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_1-630x473.jpg 630w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_1-300x225.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_1-768x576.jpg 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_1-500x375.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_1-800x600.jpg 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2026/01/az_ingame_1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nico Wagner</strong> unterhält sich mit <strong>Stephan Kessler</strong> über „Life of the Amazonia“. Wagner erkennt dabei Anklänge an und einen Mix aus Mechaniken von „<a href="https://www.spiel-des-jahres.de/spiele/die-quacksalber-von-quedlinburg/" type="spiele" id="620">Quacksalber von Quedlinburg</a>“, „<a href="https://www.spiel-des-jahres.de/spiele/harmonies/" type="spiele" id="27296">Harmonies</a>“ oder „<a href="https://www.spiel-des-jahres.de/spiele/cascadia/" type="spiele" id="19858">Cascadia</a>“. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen Mix an Mechaniken in der Art gebraucht hätte“, meint er. „Du sammelst im Prinzip immer nur unterschiedliche Ressourcen, um auf diesen Leisten vorzurücken.“ Das habe sich sehr mechanisch angefühlt. „Und irgendwie hat sich bei mir auch nicht so der Thrill eingestellt.“ Ressourcen können aufgehoben werden, man könne so lange Züge machen, wie man es sich leiten könne, „das war mir zu wenig eingeschränkt, da hätte ich mir auch ein Kartendeck nehmen können, mischen und dann Karten von oben ziehen. Dieses Deckbuilding ist meiner Meinung nach so ein bisschen Effekthascher in diesem Spiel.“ Man könne nicht „überzocken“. Außerdem seien die Grundfähigkeiten von vier der acht Tiere sehr ähnlich. „Vor allem bei der Dauer, die das Spiel hat, zieht es sich dann doch.“ Was Wagner allerdings überzeugt, ist die Gestaltung des Spieles. „Es ist schon schön, was man da am Ende gebaut hat.“ Allerdings sei es schwer aufzubauen und verknicke beim Abbau leicht. Sein Urteil: „Es kommt an Anfang zu langsam aus dem Quark, in der Mitte macht es Spaß und dann geht es schon wieder runter mit der Spannung.“<br>Kessler hat hat ähnliche Kritikpunkte. Das Spiel sei zu lang, „im hinteren Drittel passiert nichts mehr“, meint er. Auch er findet, dass das Spiel ein „Hingucker“ sei: „Da schauen einem Leute über die Schulter, wenn man das auspackt, weil das so schön aussieht.“ Der Wasserfall sei allerdings „unübersichtlich. Der ganze Tisch ist sowieso schon voll, und dann sieht man den nicht mehr, wenn man nicht zufällig Glück hat und daneben sitzt“, sagt er. Überzeugt ist also auch er nicht. „Ich verstehe, warum sie diesen Mechanikmix mit dem Deckbuilding und dem Bauen gemacht haben, aber es hat mich nicht zu hundert Prozent abgeholt. Für mich ist der größte Kritikpunkt, dass es mir zu lange gedauert hat.“ Das sei „schade“, denn das Spiel sähe super aus und habe einen „super Ansatz“, meint Kessler. „Ich glaube, das ist etwas, woran viele Interesse haben könnten, aber der Einstieg ist nicht leicht.“ Am Anfang habe ihn das Spiel überfordert, „bis ich dann gemerkt habe: Ich ignoriere einfach bestimmte Tiere, und gehe auf die anderen, aber dann ist das Spiel schon festgelegt. Das ist schade, ich würde es gerne mehr mögen.“<sup data-fn="66c83336-ed09-432e-933a-445c2b1284a4" class="fn"><a href="#66c83336-ed09-432e-933a-445c2b1284a4" id="66c83336-ed09-432e-933a-445c2b1284a4-link">4</a></sup></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="e37ff1f0-a252-40d3-a84c-26f2deea5b34"><a href="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/2025/08/life-of-amazonia.html">Rezensionen für Millionen: Life of the Amazonia</a> <a href="#e37ff1f0-a252-40d3-a84c-26f2deea5b34-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li><li id="526760c4-4d61-4029-b71f-47ed7503ed19"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=gIjym2_JtUM">Spiel doch mal&#8230;: Life of the Amazonia</a> <a href="#526760c4-4d61-4029-b71f-47ed7503ed19-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li><li id="a5db6e1a-6632-41df-8372-7272be46bc43"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=Tij1xxXPnno">Spieletipps aus der Spümaschin: Vom Amazonas nach Mittelerde und zurück in den heimischen Garten</a> <a href="#a5db6e1a-6632-41df-8372-7272be46bc43-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren">↩︎</a></li><li id="66c83336-ed09-432e-933a-445c2b1284a4"><a href="https://brettagoge.de/246-zweimal-in-japan/">Brettagogen #246</a> <a href="#66c83336-ed09-432e-933a-445c2b1284a4-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren">↩︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-life-of-the-amazonia-langes-ruhiges-biotop/">Kritikenrundschau: Life of the Amazonia – langes, ruhiges Biotop</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kritikenrundschau: Wundersame Wesen – tierische Spieltiefe</title>
		<link>https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-wundersame-wesen-tierische-spieltiefe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2025 06:44:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tobias Franke]]></category>
		<category><![CDATA[Michaela Poignée]]></category>
		<category><![CDATA[Kritikenrundschau]]></category>
		<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Bartsch]]></category>
		<category><![CDATA[Nico Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kessler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.spiel-des-jahres.de/?p=33691</guid>

					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/cover_qu-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/cover_qu-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/cover_qu-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/cover_qu.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />„Wundersame Wesen“ und wie sie zu finden sind: In ihren jeweiligen Medien sind die Jurymitglieder des Vereins Spiel des Jahres in dem Spiel von Yeom Cheol Woong (erschienen bei Strohmann Games) auf die Suche gegangen. Und sie haben ein Spiel gefunden, in dem Wesen, Tiere, Karten und Kapitäne durch eine ressourcenreiche Landschaft streifen. „Wir wollen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-wundersame-wesen-tierische-spieltiefe/">Kritikenrundschau: Wundersame Wesen – tierische Spieltiefe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/cover_qu-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/cover_qu-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/cover_qu-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/cover_qu.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />
<p class="wp-block-paragraph">„Wundersame Wesen“ und wie sie zu finden sind: In ihren jeweiligen Medien sind die Jurymitglieder des Vereins Spiel des Jahres in dem Spiel von Yeom Cheol Woong (erschienen bei Strohmann Games) auf die Suche gegangen. Und sie haben ein Spiel gefunden, in dem Wesen, Tiere, Karten und Kapitäne durch eine ressourcenreiche Landschaft streifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen Wesenskarten ausspielen. Dafür brauchen wir 1. Wesenskarten und 2. die erforderlichen Rohstoffe, um das Ausspielen zu bezahlen. Ressourcen erhalten wir auf dem Inselspielplan. Mein Zug könnte darin bestehen, eine meiner drei Figuren einzusetzen und Ressourcen zu kassieren“, erklärt <strong>Udo Bartsch</strong> das Spiel. „Ein Alternativzug wäre, bis zu zwei Wesenskarten von meiner Hand auszuspielen. Das bringt Sofort- oder Dauer- oder Endwertungs- oder andere Effekte. Und das mache ich, um vorgegebene Ziele zu erreichen. Beispielsweise will ich mit meinen Wesen (und Eiern) viele rote Symbole sammeln oder insgesamt mindestens 14 Karten vor mir liegen haben oder … oder. Sieben unterschiedliche Zielvorgaben sind im Spiel. Je später ich ein Ziel erfülle, desto weniger Punkte bringt es. Und nach einer bestimmten Menge erfüllter Ziele und Figuren-Rückholungen endet die Partie.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="530" height="630" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/3d_tr-530x630.png" alt="" class="wp-image-33692" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/3d_tr-530x630.png 530w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/3d_tr-252x300.png 252w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/3d_tr-768x913.png 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/3d_tr.png 861w" sizes="auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Am meisten gefordert und teilweise auch überfordert waren meine Mitspieler:innen durch die Kartenvielfalt“, schreibt Bartsch. „Der Kartenmarkt hat eine merkliche Fluktuation, und weil ich bei jedem Ertragsfeld zwischen Rohstoff und Karte wählen darf und überdies sowohl Eier als auch Kescher-Effekte als auch andere Dinge mir erlauben, Karten vom Markt zu nehmen, muss ich mich immer wieder orientieren, was dort frisch reingekommen ist.“ Außerdem habe er beobachtet, „dass die Symbolsprache den Mitspieler:innen erst nach mehreren Partien hilft. Die Folge: Man liest den schwer zu entziffernden Text. Und weil für manche am Tisch die Karten zwangsläufig verkehrt herum oder zu weit entfernt liegen, muss man dazu aufstehen oder die Karten in die Hand nehmen.“ Das könne zu langen Wartezeiten führen, die Bartsch „teilweise als arg“ empfunden habe. „Wartezeiten sind zweifellos auch immer ein Problem, das von den Mitspieler:innen selbst verursacht wird. Auch Stau auf der Autobahn kann es ja nur geben, weil wir ihn selbst bilden. Aber so wie ein Stau üblicherweise einen Auslöser hat, provozieren auch bestimmte Mechanismen Wartezeiten: Nebenaktionen beispielsweise, Kettenzüge und vor allem komplexe Kettenzüge wie in ‚Wundersame Wesen‘“, schreibt Bartsch.<br>Das Wettrennen um die Ziele empfindet er allerdings als „sehr spannend. Ich muss gut haushalten und optimieren, es kommt auf jeden Spielzug an. Was ich tue, ist relevant. Es ist zwar Zufall, ob passende Karten in den Markt kommen. Es ist aber Können, sie zu erkennen und mit dem richtigen Timing auszuspielen“. Ihm gefällt auch, dass es „tolle Kartenkombinationen“ zu sammeln gibt, „die sich von Partie zu Partie nicht so schnell wiederholen. Und wenn sie schöne Kaskadeneffekte ergeben, fühlt sich das – zumindest für mich, der davon profitiert – gut an.“ Bartsch gefällt auch das Design des Spiels und die Anleitung. „Kurzum: Es ist ein gutes Spiel. Aber ich glaube, mit Streamlining hätte es mein Herz mehr erobert als mit Gedöns“, lautet sein Fazit.<sup data-fn="9603dfcf-18be-45bf-8aea-dba016445236" class="fn"><a id="9603dfcf-18be-45bf-8aea-dba016445236-link" href="#9603dfcf-18be-45bf-8aea-dba016445236">1</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bartsch bekräftigt das noch einmal in einer Dialogkritik mit Stephan Kessler. Ihm gefalle zwar, Kartenkombinationen aufzubauen außerdem seien ihm die Illustrationen und das Material positiv aufgefallen. „Allerdings habe ich das Gefühl, dass manches nur eine gute Show ist“, schreibt Bartsch dort. <br> „‚Wundersame Wesen‘ verbindet Worker Placement mit einem kartengetriebenen Engine Builder. Ich mag diese Kombi“, meint <strong>Stephan Kessler</strong>. „Ich mag die Idee der Insel als gemeinsamen Einsatzort, der sich dynamisch verändert. Hinzukommende Plättchen variieren die Attraktivität der Felder. Das spielt mir eine zu untergeordnete Rolle, da wurde Potential verschenkt. Letztlich verkommt es zu Ressourcensammelei.“ In die Präsentation des Spieles habe er sich allerdings „schockverliebt“. „Jede Karte zeigt ein liebevoll illustriertes, niedliches Lebewesen. Ich habe selten erlebt, dass mir am Tisch so oft vor Begeisterung Karten unter die Nase gehalten wurden“, schreibt er. „Das ist ein rundes Gesamtkunstwerk. Nicht zu vergessen, es gibt sogar magnetische Figuren! Da geht mein Herz auf – meine Kapitänsfigur kann wie magisch mit ihrem Reitwesen verbunden werden und wertet diesen Worker dadurch auf. Dieses Gimmick braucht das Spiel nicht unbedingt – aber es zeigt, wie viel Liebe im Material steckt.“ Auch er habe Spaß an dem Wettrennen und den vielfältigen Kartenkombinationen. „Gerade für das Erstlingswerk eines Autors finde ich das beachtlich“, schreibt Kessler.“<sup data-fn="ebd0a1f6-2272-497a-9cd2-8bf75e3a2503" class="fn"><a id="ebd0a1f6-2272-497a-9cd2-8bf75e3a2503-link" href="#ebd0a1f6-2272-497a-9cd2-8bf75e3a2503">2</a></sup></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><a href="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="630" height="420" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123-630x420.jpg" alt="" class="wp-image-33928" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123-630x420.jpg 630w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123-300x200.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123-768x512.jpg 768w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123-1536x1024.jpg 1536w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123-500x333.jpg 500w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123-800x533.jpg 800w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123-1280x853.jpg 1280w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/12/123.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 630px) 100vw, 630px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stephan Kessler</strong> spricht auch noch einmal mit <strong>Nico Wagner</strong> über das Spiel. Das Spiel sehe insgesamt „sehr schön“ aus sagt er dort. „Es strahlt einen alles so ein bisschen an.“ Zwar sei der grundlegende Mechanismus nicht neu, „aber ich war sofort angefixt“, sagt Kessler. Das Spiel bediene sich an guten Vorgängern wie zum Beispiel „<a href="https://www.spiel-des-jahres.de/spiele/arche-nova/">Arche Nova</a>“. Dass das Spiel konkrete, zu erfüllende Ziele anbietet gefällt ihm. „Es ist ein harter Kampf darum, dass man die Ziele erfüllt.“ Im gefalle das Spiele „richtig gut, spielerisch macht es allerdings nicht viel neues.“<br>Wagner merkt an, dass das Spiel sich in Details von offensichtlichen Inspirationen abhebe. „Manche Felder haben noch einen Spezialeffekt, da muss man sich gut überlegen, wo man hingeht.“ Das seien nur ganz kleine „Stellschrauben“, die sich für ihn aber „frisch und innovativ“ anfühlten. „Und es sieht einfach sauschön aus.“ Ihm seien allerdings die zu erfüllenden Ziele oft zu unterschiedlich, so dass man sich dabei gut „aus dem Weg“ gehen könne. Hier hätte Wagner sich mehr Interaktion gewünscht. Dass der Autor nicht auf der Schachtel steht, findet Wagner „eine Sauerei, das kann man nicht weglassen, auch nicht aus künstlerischen Gründen.“ Das Thema des Spiels findet Wagner nicht gut umgesetzt, das Design verspreche mehr davon, als letztendlich drinstecke.<sup data-fn="42c15874-5e05-4954-9113-8f03d1934652" class="fn"><a id="42c15874-5e05-4954-9113-8f03d1934652-link" href="#42c15874-5e05-4954-9113-8f03d1934652">3</a></sup> <span style="font-size: revert;"></span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch <strong>Michaela Poignée</strong> lobt die Anleitung ausdrücklich. Es blieben „so gut wie keine Fragen offen.“ Die Symbole auf den Karten sowie auch die Erklärungen darauf seien gut gemacht. „Wundersame Wesen“ ließe sich sowohl zu zweit als auch zu viert gut spielen, sagt sie, vor allem zu zweit spiele es sich „schön einfach runter“. Auch ihr gefällt das Spielmaterial sehr gut. Außerdem sei es ein „schöner Mechanismus, dass wir nicht nur Ressourcen sammeln, sondern uns auch entscheiden müssen: Möchte ich vielleicht auch neue Karten haben?“ Hinzu kämen die vielen unterschiedlichen Karteneffekte. „Das ist eine schöne Sache, weil man da viele unterschiedliche Strategien fahren kann“, sagt sie. „Es macht mir jedes Mal Spaß, zu überlegen: In welche Richtung gehe ich jetzt?“ Für Poignée ist „Wundersame Wesen“ „auf jeden Fall ein Kennerspiel“, allerdings eines mit „einfachen Regeln“. Ihr Fazit lautet: „Mir macht das Spiel einfach Spaß, obwohl es so viele bekannte Mechanismen hat und nicht wirklich etwas Neues macht.“ Für eine erste Partie empfiehlt sie, das Spiel zu zweit zu spielen, da es dann einfacher sei, in das Spiel hineinzufinden.<sup data-fn="6af28405-682e-4ce8-9788-304359329f3c" class="fn"><a id="6af28405-682e-4ce8-9788-304359329f3c-link" href="#6af28405-682e-4ce8-9788-304359329f3c">4</a></sup></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tobias Franke</strong> merkt ebenfalls negativ an, dass der Name des Autors nicht auf der Spieleschachtel steht, obwohl diese wie ein Buch designt ist. Thematisch sei das Spiel für ihn schwer zu fassen. Jedenfalls könne man es neuen Spieler:innen nicht gut über das Thema erklären, es sei „irgendwas mit Natur“. Man mache eine Aktion, „aber ich verstehe nicht, warum.“ Das Spiel sei allerdings „zuckersüß“ gestaltet. „Das bringt die Leute dazu, es zu spielen.“ Franke gefällt das zentrale Dilemma, ob die Figuren für Karten oder Ressourcen eingesetzt werden. „Was ist mir wichtiger?“, fragt Franke. Der Worker-Placement-Mechanismus sei „anregend“: „Es ist mehr als: Ich setze mich auf ein Feld und bekomme das. Es geht darum, die Karten zu lesen und Schwerpunkte zu setzen.“ Ihm gefällt auch der „hohe Durchsatz“ der Kartenauslage.<br>Allerdings gefällt Franke nicht, dass die Kapitänsfunktion, also die Möglichkeit, die eingesetzten Arbeiter zu verstärken, erst freigespielt werden muss. „Es fühlt sich doof an“, wenn man die Kapitänsaktion erst spät im Spiel freispielt. „Gib doch jedem von Anfang an die Kapitänsfunktion, dann hat jeder ein kleines Goodie und freut sich. Das ist doch viel belohnender als wenn ich künstlich ausgebremst werde“, sagt er. Außerdem kritisiert er, dass es schwierig sei, „eine Übersicht über die ausgespielten Karten zu behalten“. Sein Hauptkritikpunkt ist jedoch, dass das Spiel zu viel Ballast habe. „Wundersame Wesen“ könnte durch „Eindampfen“ gewinnen. „Es sieht schön aus, aber man hätte es noch ein bisschen mehr auf den Punkt bringen können“, sagt Franke. Sein Fazit: „Ich spiele das total gerne mit, aber den letzten Kick hat es mir nicht gegeben.“<sup data-fn="e870d9f2-1ac5-41ff-9c16-1100cc292c02" class="fn"><a id="e870d9f2-1ac5-41ff-9c16-1100cc292c02-link" href="#e870d9f2-1ac5-41ff-9c16-1100cc292c02">5</a></sup></p>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="9603dfcf-18be-45bf-8aea-dba016445236"><a href="https://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.com/2025/08/wundersame-wesen.html">Rezensionen für Millionen: Wundersame Wesen</a> <a href="#9603dfcf-18be-45bf-8aea-dba016445236-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li><li id="ebd0a1f6-2272-497a-9cd2-8bf75e3a2503">Spielbox 4 / 25: Wundersame Wesen &#8211; Gotta catch &#8218;em all! <a href="#ebd0a1f6-2272-497a-9cd2-8bf75e3a2503-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li><li id="42c15874-5e05-4954-9113-8f03d1934652"><a href="https://brettagoge.de/246-zweimal-in-japan/">Brettagogen #246</a> <a href="#42c15874-5e05-4954-9113-8f03d1934652-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren">↩︎</a></li><li id="6af28405-682e-4ce8-9788-304359329f3c"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=WnT3mR1uu3Q">Die Brettspieltester: Wundersame Wesen</a> <a href="#6af28405-682e-4ce8-9788-304359329f3c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren">↩︎</a></li><li id="e870d9f2-1ac5-41ff-9c16-1100cc292c02"><a href="https://www.fjelfras.de/wordpress/blog/brettspiele/cocktails-for-meeples/folge-29-wundersame-kiwis/">Cocktails for Meeples Folge 29</a> <a href="#e870d9f2-1ac5-41ff-9c16-1100cc292c02-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren">↩︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/kritikenrundschau-wundersame-wesen-tierische-spieltiefe/">Kritikenrundschau: Wundersame Wesen – tierische Spieltiefe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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		<title>Empfehlungsliste Spiel des Jahres: Perfect Words</title>
		<link>https://www.spiel-des-jahres.de/empfehlungsliste-spiel-des-jahres-perfect-words/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Aug 2025 11:58:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spielraum]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Kessler]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.spiel-des-jahres.de/?p=32079</guid>

					<description><![CDATA[<p><img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/08/perfect_cover-1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/08/perfect_cover-1-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/08/perfect_cover-1-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/08/perfect_cover-1.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Wie viele beschreibende Begriffe braucht es, um als Gruppe auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen? Und was passiert mit einer gefundenen Assoziation, wenn die Mitspielenden überraschend weitere Wörter anlegen? Jurymitglied Stephan Kessler hat zu dem zum Spiel „Perfect Words“ (von Paul-Henri Argiot, bei Piatnik), das es auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres geschafft hat, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/empfehlungsliste-spiel-des-jahres-perfect-words/">Empfehlungsliste Spiel des Jahres: Perfect Words</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img width="150" height="150" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/08/perfect_cover-1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-post-image" alt="" decoding="async" loading="lazy" srcset="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/08/perfect_cover-1-150x150.jpg 150w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/08/perfect_cover-1-300x300.jpg 300w, https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/uploads/2025/08/perfect_cover-1.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />
<p class="wp-block-paragraph">Wie viele beschreibende Begriffe braucht es, um als Gruppe auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen? Und was passiert mit einer gefundenen Assoziation, wenn die Mitspielenden überraschend weitere Wörter anlegen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jurymitglied Stephan Kessler hat zu dem zum Spiel „<a href="https://www.spiel-des-jahres.de/spiele/perfect-words/">Perfect Words</a>“ (von Paul-Henri Argiot, bei Piatnik), das es auf die Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres geschafft hat, eine Stop-Motion-Meditation angefertigt. </p>


<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio lyte-align aligncenter"><a href="https://www.spiel-des-jahres.de/empfehlungsliste-spiel-des-jahres-perfect-words/"><img decoding="async" src="https://www.spiel-des-jahres.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FjOrmCSO0sUE%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /><figcaption></figcaption></figure><p>Der Beitrag <a href="https://www.spiel-des-jahres.de/empfehlungsliste-spiel-des-jahres-perfect-words/">Empfehlungsliste Spiel des Jahres: Perfect Words</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.spiel-des-jahres.de">Spiel des Jahres</a>.</p>
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