Gefördert: Spielvielfalt im Schulalltag

Die GGS Breite Straße liegt in Duisburg, im Stadtteil Fahrn. Insgesamt besuchen circa 270 Kinder die Schule. Etwa die Hälfte der Kinder besucht den Offenen Ganztag „Rapunzel“. Die Schülerschaft weist unterschiedlichste Migrationshintergründe auf (circa 85 Prozent). 20 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten zwölf Klassen. Daneben arbeiten eine Sonderpädagogin und eine Sozialpädagogin gezielt mit einzelnen Kindern.

Problembeschreibung:
Viele unserer Schülerinnen und Schüler spielen nur selten Gesellschaftsspiele und beschäftigen sich eher mit dem Computer oder Spielekonsolen. Außerdem fällt es vielen Kindern schwer, ein Spiel bis zum Ende zu spielen. Deswegen war es uns als Schule wichtig, eine Spielkultur einzuführen, die die Kommunikation fördert und das gemeinsame Spielen in den Vordergrund stellt.

Zwischenbericht:
Für die Klassenstufe 1 / 2 und die Klassenstufe 3 / 4 wurden jeweils sechs Spiele angeschafft.
Klasse 1 / 2: Kakerlakensalat / AllesKanone, Rush Hour, Ligretto, Dobble, Spinderella, Entdecke die Welt.
Klasse 3 / 4: Activity Junior, Tabu Junior, Geister Geister Schatzsuchmeister, Rush Hour, Qwixx, Drecksau.

Activity Junior

An einem Projekttag wurden in der Klasse 1a und in der Klasse 4b innerhalb von zwei Unterrichtsstunden die Spiele ausprobiert. In jeder Klasse führten jeweils sechs Erwachsene (Lehrer, Praktikanten, Kooperationspartner) die Spiele ein. Zuvor wurden Gruppen mit drei bis vier Kindern gebildet. An jedem Gruppentisch wurde ein Spiel erklärt. Anschließend hatten die Kinder 15 Minuten Zeit, das Spiel zu spielen.

Nach den 15 Minuten ertönte ein Signalton, der den Kindern einen Wechsel anzeigte. Die Kinder tauschten nach dem Rotationsprinzip ihre Plätze. Nach 90 Minuten hatten alle Kinder jedes Spiel ausprobiert. Während der Spielphase haben die Kinder sehr motiviert gespielt, sich an die Klassen- und Spielregeln gehalten und die Spiele ordnungsgemäß wieder aufgeräumt.

Tabu Junior

Im Anschluss an die Spielephase konnten die Kinder ihre Eindrücke wiedergeben, zunächst mittels Punktevergabe für die Spiele. In den Klassen 1 / 2 hat sich die Mehrheit für das Spiel „Dobble“ entschieden. In der Klasse 3 / 4 stimmten die meisten Kinder für das Spiel „Activity Junior“. In der Reflexionsphase haben die Kinder begeistert von den Spielen und ihren Favoriten berichtet.

Alles Kanone
In den folgenden Wochen möchten wir das Projekt auf die ganze Schule ausweiten. Dabei sollen die Kinder der Klasse 1a und der Klasse 4b als „Experten“ dienen und den anderen Mitschülern die Spiele erklären.

Verena Klasen,
Klassenlehrerin der Klasse 1a

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